
KünstlerSwedish
Lennart Gram
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Irgendwo zwischen einer Skizze im Notizbuch und einer fertigen Leinwand fand Lennart Gram sein Register. Geboren am 31. August 1910 in der Gemeinde Degerfors in Västerbotten, wuchs er in Nordschweden auf, bevor er in den Süden zog, um sich ausbilden zu lassen. Er studierte bei David Ljungdahl an der Technischen Schule in Stockholm und verbrachte dann prägende Jahre an Otte Skölds Malschule, bevor er nach Paris ging, um an der Académie de la Grande Chaumière zu arbeiten – dem Atelier am linken Seineufer, das so viele skandinavische Maler dieser Generation prägte.
In den 1930er Jahren verdiente Gram seinen Lebensunterhalt als Presseillustrator und trug Zeichnungen zu Stockholms-Tidningen, Söndagsnisse-Strix, Socialdemokraten und Dagens Nyheter bei. Diese kommerzielle Praxis hielt ihn nahe an der Figuration und Erzählung, und die Linienökonomie, die die Illustration erfordert, ist in seinen späteren Gemälden sichtbar – Szenen des stillen häuslichen Lebens mit einer jungen Frau im Zentrum, wiedergegeben in gesättigten, kontrollierten Farben.
Ab den späten 1940er Jahren begann er eine langjährige Zusammenarbeit mit Konstfrämjandet, der schwedischen Gesellschaft zur Förderung der Künste, und produzierte Farblithografien, die in Arbeitsplätzen, Haushalten und öffentlichen Räumen in ganz Schweden weit verbreitet wurden. Diese Drucke – Vögel, Interieurs, Kompositionen – brachten seine Bildsprache einem weitaus größeren Publikum nahe, als es allein durch Galerieausstellungen erreicht worden wäre. Die Arbeit mit Konstfrämjandet war jahrzehntelang zentral für seine Praxis.
Gram war in der Sammlung des Moderna Museet in Stockholm vertreten, eine Anerkennung seines Ansehens in der schwedischen Nachkriegsgrafik. 1977 erhielt er die Prinz Eugen Medaille, Schwedens höchste Auszeichnung für Verdienste um die Kunst. Er starb am 5. Januar 1996 in Nacka, außerhalb von Stockholm.
Auf dem Auktionsmarkt erscheint Gram regelmäßig als Grafiker. Seine Lithografien – signierte und nummerierte Auflagen, einschließlich der wiederkehrenden Vogelmotive – gehören zu den häufigsten Werken bei schwedischen regionalen Auktionshäusern. Jüngste Verkäufe auf Auctionist reichten von etwa 200 bis 700 SEK, wobei Kalmar Auktionsverk, Halmstads Auktionskammare und Metropol zu den Häusern gehören, die seine Werke anbieten. Gelegentlich taucht auch eine Öl auf Leinwand auf, die einen anderen Einblick in seine Praxis jenseits der Drucke bietet.