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Lars Arby
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Lars Arby wurde 1933 in Johanneberg, Göteborg, geboren. Er studierte an der Konstfack in Stockholm, wo er seine Ausbildung 1956 abschloss, bevor er an die Konstindustriskolan (Schule für Kunsthandwerk) in Göteborg wechselte und dort 1958 seinen Abschluss machte. Er blieb für den Rest seines Berufslebens in Göteborg ansässig und verankerte seine Praxis in der Handwerks- und Designszene der Stadt.
1964 – nur ein Jahr nach seiner Gründung – trat Arby Nutida Svenskt Silver (Zeitgenössisches schwedisches Silber) bei, dem Verband, der gegründet wurde, um schwedische künstlerische Silber- und Goldschmiedekunst durch eine jurierte Mitgliedschaft zu fördern. Seine Aufnahme platzierte ihn unter der ersten Generation, die die Identität der Gruppe prägte, und er blieb bis zu seinem Tod ein engagiertes Mitglied.
Arbys Schaffen nahm in den 1960er und 1970er Jahren eine deutlich experimentelle Wendung. Er arbeitete gegen die vorherrschende funktionalistische Ästhetik mit ihren glatten Oberflächen und streng geometrischen Formen und setzte auf Techniken wie Schweißen, Emaille und Treibarbeit. Diese Methoden ermöglichten es ihm, Textur, Tiefe und Erzählung in seine Objekte einzuarbeiten, was sie von dem zurückhaltenden Mainstream des skandinavischen Silberschmiededesigns der damaligen Zeit abhob.
Natur, persönliche Erzählungen und das kulturelle Erbe des samischen Volkes waren während seiner gesamten Karriere zentrale Inspirationsquellen. Berglandschaften, Vegetation und Tiere tauchen in seinen Schmuck- und Skulpturenarbeiten immer wieder auf und verleihen selbst kleinen Stücken die Qualität einer verdichteten Landschaftsmalerei. Seine Ringe, Halsketten, Broschen und Skulpturen aus Silber fungieren gleichzeitig als tragbare Objekte und als dreidimensionale Studien in Form und Material.
Arby starb 2002 in Göteborg. Sein Erbe wurde 2024 durch eine Sonderausstellung im Prins Eugens Waldemarsudde in Stockholm einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht, die seine einzigartigen Schmuck- und Skulpturenarbeiten im Dialog mit drei zeitgenössischen Silberschmieden präsentierte, die seinen Ansatz, sich von Natur und persönlicher Erzählung inspirieren zu lassen, teilen. Auf dem nordischen Auktionsmarkt erscheint seine Arbeit fast ausschließlich über Bukowskis, wobei die Standorte Stockholm und Västberga den Großteil des Angebots ausmachen. Die Auktionsergebnisse spiegeln den Sammlermarkt für schwedisches Studio-Kunsthandwerkssilber wider, wobei Gruppen von Ringen, Halsketten und Skulpturen durchweg in Verkäufen auftauchen.