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KG Nilson

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Karl Gustaf Nilson, der seine Werke mit KG Nilson signiert, wurde am 23. Januar 1942 in Falun, Schweden, geboren. Seine künstlerische Ausbildung durchlief mehrere prägende Umgebungen: 1961 die Valand Akademie in Göteborg, im folgenden Jahr das Atelier 17 in Paris – das einflussreiche Druckgrafikstudio von William Hayter – und schließlich von 1963 bis 1968 das Königliche Kunstinstitut in Stockholm. Gleichzeitig studierte er Ästhetik, Kunstgeschichte und Literatur an der Universität Uppsala, wo er 1966 einen Abschluss erwarb. Diese doppelte Fundierung in der praktischen Atelierarbeit und im theoretischen Studium prägte sein nachfolgendes Werk.

Die Gemälde und Druckgrafiken, die Nilson über mehr als sechs Jahrzehnte geschaffen hat, wurzeln in der Tradition der Konkreten Kunst, mit deutlichen Anleihen am Bauhaus und insbesondere an Josef Albers' Untersuchungen zur Farbveränderung im Verhältnis zueinander. Dennoch ist Nilsons Werk im klassischen Sinne nicht rein abstrakt. Er verwendet wiedererkennbare Motive – stilisierte Karten, Stadtansichten aus der Vogelperspektive, isolierte Inseln, einfache Hausformen und geometrische Figuren mit dem Dreieck als wiederkehrendem Element – als Träger für seine chromatischen Erkundungen. Das Bild ist ein Vorwand; die Farbinteraktion ist das eigentliche Thema.

Über zwei Jahrzehnte hinweg war er eine zentrale Figur in der Kunstausbildung in Schweden. Von 1972 bis 1983 lehrte er Farbtheorie an der Konstfack, der Hochschule für Kunst, Handwerk und Design in Stockholm. 1983 wurde er zum Professor für Grafik am Königlichen Kunstinstitut ernannt, eine Position, die er bis 1993 innehatte. Seine Gedanken zur Farbe reichten auch über das Atelier hinaus: 1982 veröffentlichte er "Färglära" (Farbtheorie), ein Werk, das mehrere Auflagen erlebte, und sein jüngstes Buch "Om färg" (Über Farbe) erschien 2018.

Zu seinen öffentlichen Aufträgen gehört eine Wahlurne und eine Abstimmungsbox für den schwedischen Reichstag, die 1998 geliefert wurde. Das Oberflächenmuster der Urne ist einer stilisierten Karte Schwedens entlehnt – eine charakteristische Konvergenz kartografischer Bildsprache und Farbstruktur. Er hat in Schweden und international ausgestellt, mit Einzelausstellungen in Finnland, Dänemark, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und Polen. Seine Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Moderna Museet und des Nationalmuseum in Stockholm.

Auf dem schwedischen Auktionsmarkt ist KG Nilsons Werk bei Bukowskis und Stockholms Auktionsverk vertreten. Die 14 in der Auctionist-Datenbank erfassten Objekte sind überwiegend Gemälde und Druckgrafiken, wobei das höchste Auktionsergebnis 38.000 SEK für "Huset" bei Stockholms Auktionsverk erzielte. Weitere verzeichnete Verkäufe sind "I dimma" für 15.525 SEK und "Taret/kuben" für 5.000 SEK. Lithografien und Farbdrucke aus den 1970er und 1980er Jahren erscheinen regelmäßig zu niedrigeren Preispunkten, was ein stetiges Sammlerinteresse an seinem grafischen Werk neben der stärkeren Nachfrage nach seinen Gemälden widerspiegelt.

Bewegungen

Concrete ArtGeometric AbstractionBauhaus influence

Medien

Oil paintingLithographyPrintmaking

Bemerkenswerte Werke

HusetPainting
Ballot urn for the Swedish Riksdag1998Applied art / public commission
Partitan II1985Colour lithograph, edition 46/60
Färglära1982Book / colour theory publication

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