
KünstlerSwedish
Kerstin Danielsson
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Kerstin Danielsson wurde am 5. Januar 1941 geboren und verbrachte den Großteil ihres Berufslebens in der Gemeinde Marks im Westen Schwedens, wo sie in Örby, Kinna, ihre eigene Werkstatt betrieb. Ihre prägenden Jahre umfassten ein Studium an der Rhode Island School of Design in Providence, USA, von 1961 bis 1965, eine Erfahrung, die ihr eine internationale Ausrichtung und eine freie, experimentelle Haltung gegenüber Ton verlieh, zu einer Zeit, als die schwedische Keramik noch weitgehend von industriellen Traditionen geprägt war. 1968 kehrte sie nach Schweden zurück und verwurzelte sich fest in der westschwedischen Handwerkslandschaft.
Während ihrer gesamten Karriere unternahm Danielsson zahlreiche Studienreisen und nahm an Symposien auf der ganzen Welt teil. Ostasiatische Keramik, etruskische Töpferwaren und nordische Gefäße aus der Eisenzeit prägten ihr formales Denken, und sie absorbierte diese historischen Quellen, ohne sie direkt zu imitieren. Farbe hatte eine zentrale Bedeutung: das intensive Blau von Himmel und Wasser wurde zu einer Art Markenzeichen, und sie entwickelte alle ihre Glasuren selbst durch jahrelange geduldige Experimente. Das Ergebnis ist ein Werkkorpus mit einem kohärenten, persönlichen Farbregister, das sich über Schalen, Dosen mit Deckel, Kästen und skulpturale Gefäße erstreckt.
Persönlicher Kummer prägte das Werk ebenfalls nachhaltig. Der Tod ihres Sohnes bei einem Unfall im Jahr 1971 hinterließ seine Spuren in kleinen, zarten Keramik-Sarkophagen und in ruhigeren, introspektiveren Stücken neben ihren verspielteren Gebrauchsgegenständen. Sie war mehrere Jahre im Konsthantverkshuset in Göteborg tätig und stellte im Rydals Museum, im Flamenska Galleriet in Borås, im Galleri Anna H, im Kaolin und im Galleri Lejonet in Stockholm aus. Eine posthume Retrospektive im Borås Konstmuseum Anfang 2018 versammelte rund 80 Werke und wurde von der Monografie „Med händerna i leran“ (Mit Händen im Ton) mit Texten von Theo Ågren, Love Jönsson und Lisbet Ahnoff begleitet.
Danielssons Werk ist in den ständigen Sammlungen des Nationalmuseums in Stockholm und des Röhsska Museums in Göteborg vertreten, was ihr einen festen Platz in der Geschichte der schwedischen Studiokeramik sichert. Sie starb am 16. Oktober 2015 in der Gemeinde Örby-Skene. Auf Auctionist sind ihre 13 Objekte hauptsächlich unter Keramik und Porzellan katalogisiert, wobei Häuser wie Stockholms Auktionsverk und Crafoord Auktioner in Lund ihre Werke am häufigsten bearbeiten. Fünf Objekte sind derzeit aktiv und spiegeln ein stetiges Sammlerinteresse an ihren Steinzeugarbeiten wider.