
KünstlerNorwegiangeb.1967
Kenneth Blom
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Kenneth Blom wurde am 17. April 1967 in Roskilde, Dänemark, geboren. Als Kind zog er nach Norwegen und hat seitdem Oslo zu seiner festen Basis gemacht. Er studierte von 1990 bis 1994 an der Statens Kunstakademi in Oslo und verbrachte dann von 1994 bis 1995 ein Jahr an der Kunstakademie Düsseldorf. Diese Zeit bestärkte sein Interesse an großformatiger figurativer Malerei zu einer Zeit, als diese Tradition in der europäischen Kunst eine bedeutende Neubewertung erfuhr.
Bloms Gemälde sind sofort erkennbar: einzelne oder paarweise dargestellte Figuren in weitläufigen Industrieanlagen, Sporthallen, Parkhäusern, leeren Korridoren und undifferenzierten Stadträndern. Die Architektur ist nie spezifisch. Mit lockerem, gestischem Pinselstrich, der die Oberflächen lebendig hält, wirken die Räume sowohl vertraut als auch ortlos, befreit von jeglicher identifizierender Geografie oder kulturellen Markern. Die Figuren selbst werden mit ähnlicher Mehrdeutigkeit behandelt: Ihre Haltungen und Kleidung deuten auf eine Erzählung hin, verweigern aber eine Auflösung und lassen den Betrachter zwischen Wiedererkennung und Entfremdung schweben.
Thematisch beschäftigt sich sein Werk mit zeitgenössischen Ängsten rund um Isolation, Zugehörigkeit und den entfremdenden Qualitäten gebauter Umgebungen. Seine Kompositionen funktionieren weniger als psychologische Porträts einzelner Personen denn als Bühnenbilder für eine breitere menschliche Verfassung – Melancholie ohne Sentimentalität, Spannung ohne Melodrama. Kritiker haben eine filmische Qualität in seiner Szenenkonstruktion bemerkt, bei der er Figuren und Raum wie ein Regisseur eine Szene inszeniert, wobei Licht und Tiefe sorgfältig kalibriert sind, um emotionale Gewichtigkeit zu erzielen.
Blom hat international in ganz Europa und Nordamerika ausgestellt. Er hat im Henie Onstad Kunstsenter in Norwegen, bei Sotheby's New Bond Street in London und regelmäßig in der Galeri Haaken in Oslo ausgestellt. Weiter entfernt hat die Jason McCoy Gallery in New York ihn vertreten und Einzelausstellungen seiner Werke gezeigt, darunter "Intruder" im Jahr 2019. Er wird auch von der Luisa Catucci Gallery in Berlin und der Galerie Birch in Kopenhagen vertreten, was eine Karriere mit echter Reichweite auf den skandinavischen, deutschen und amerikanischen Märkten widerspiegelt.
Auf dem norwegischen Auktionsmarkt erscheint Bloms Werk ausschließlich bei Grev Wedels Plass Auksjoner in Oslo, wo sich alle 16 derzeit bei Auctionist geführten Auktionsrekorde befinden. Seine Preise gehören zu den stärksten Ergebnissen für lebende norwegische Maler in diesem Haus: "Run" wurde für 140.000 NOK verkauft, "Dinner" (2006) erreichte 130.000 NOK, "Abandon" (2011) erzielte 105.000 NOK und "Don't Look" (2001) wurde für 100.000 NOK verkauft. Die Beständigkeit über verschiedene Werke und Jahre hinweg deutet auf eine stabile und engagierte Sammlerschaft für seine Gemälde in Norwegen hin.