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Karl Momen
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Karl Momen wurde am 3. April 1934 in Maschhad, Iran, in eine Familie russischer und persischer Abstammung geboren. Sein Vater war Designer und Hersteller feiner persischer Teppiche, und die kühnen Muster und Farben dieses Handwerks wurden von Kindheit an zu einem prägenden Einfluss auf Momen's visuelles Denken. Mit sieben Jahren begann er ernsthaft zu malen, angeleitet von Yuri Popow, einem russischen Avantgarde-Lehrer, der den jungen Momen mit den Werken von Malewitsch, Tatlin und El Lissitzky vertraut machte – den Konstruktivisten und Suprematisten, die die reine geometrische Abstraktion vorangetrieben hatten. Diese frühe Grundlage prägte alles, was folgte.
Als Teenager wurde Momen ein geschickter Porträtmaler und schuf Abbilder von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Stalin und der Schah von Iran. Anschließend zog er nach Deutschland, wo er an der Stuttgarter Kunstakademie studierte. Dort arbeitete er im Atelier des surrealistischen Malers Max Ernst und wurde von dem Architekten Le Corbusier ausgebildet, wobei er sowohl die malerischen als auch die strukturellen Dimensionen der europäischen Avantgarde aufnahm. 1962 zog er nach Schweden, wo er sich als praktizierender Architekt etablierte und schließlich als preisgekrönter Designer Anerkennung fand, bevor er sich 1977 vollständig der Malerei und Bildhauerei widmete.
Momen's reife Werke basieren auf geometrischen Kugeln, sich schneidenden Linien und stilisierten organischen Formen. Kritiker verglichen die visuelle Logik seiner Gemälde mit der von Kandinsky in den 1920er Jahren – eine Synthese aus Farbe, Kreis und kosmischem Raum, die gleichermaßen auf persische dekorative Traditionen und europäischen Modernismus zurückgreift. Er schuf keine rein intellektuelle Kunst: Für Momen trugen die Formen spirituelles Gewicht, das Streben nach Transzendenz durch ideale Geometrie. Eine Serie von zehn großen Gemälden, inspiriert von den Opern Richard Wagners, wurde vom Nordic Heritage Museum in Seattle erworben, und seine Werke fanden Eingang in öffentliche und private Sammlungen in ganz Europa, Japan und den Vereinigten Staaten.
Sein beständigstes öffentliches Werk ist "Metaphor: The Tree of Utah", eine 87 Fuß hohe Skulptur aus Beton und Mineralien, die auf den Bonneville Salt Flats neben dem Interstate 80 in Utah steht. Momen finanzierte und baute das Werk zwischen 1982 und 1986 selbst und schenkte es dann dem Bundesstaat Utah. Die Skulptur – deren Stamm sich zu sechs mineralverkrusteten Kugeln erhebt – ist zu einem der seltsamsten Wahrzeichen des amerikanischen Westens geworden, eine Vision, die Momen angeblich hatte, als er auf dem Highway nach Kalifornien fuhr. 2009 war sein Werk Gegenstand einer Retrospektive in der Royal Academy of Arts in Stockholm, und er wurde dreimal für die Biennale de Sculpture de Monte Carlo ausgewählt.
Auf Auktionen in Schweden erscheint Momen's Werk hauptsächlich bei Stockholmer Häusern wie Metropol, Stockholms Auktionsverk und Bukowskis, wobei sowohl Skulpturen als auch Gemälde vertreten sind. Werke wie Miniaturskulpturen von "Metaphor: The Tree of Utah" und geometrische Kompositionen in Öl und Acryl wurden im Bereich von 5.000 SEK gehandelt. Seine 15 Auktionsgegenstände in der Auctionist-Datenbank umfassen sowohl Gemälde als auch Skulpturen, wobei die dominierenden Kategorien diese doppelte Praxis widerspiegeln. Karl Momen starb am 9. April 2024 im Alter von 90 Jahren in Stockholm.