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Karl Bergman
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Karl Alfred Bergman wurde am 21. Juni 1891 in Karlshamn, Blekinge, als Sohn des Malermeisters Karl Bernhard Bergman und seiner Frau Ida Olsdotter geboren. Das Aufwachsen in einer Küstenstadt verschaffte Bergman eine frühe Vertrautheit mit dem Meer, und bevor er sich professionell der Malerei widmete, verbrachte er Zeit als Seemann – eine Erfahrung, die sein Sujet dauerhaft prägen sollte. In Karlshamn geriet er unter den Einfluss des Künstlers Ernst Smith, eines Freundes und Segelgefährten, der ihn früh unterwies, und er lernte auch den Maler und Porträtfotografen Hjalmar Falk kennen.
Bergman absolvierte eine formale Ausbildung an einigen der führenden Akademien seiner Zeit. Um 1910 reiste er nach Berlin, um an der Kunstakademie der Stadt zu studieren, setzte seine Ausbildung an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen fort, bevor er nach Deutschland zurückkehrte, um die Münchner Akademie zu besuchen. Diese Jahre der europäischen Ausbildung gaben ihm eine solide akademische Grundlage in der Ölmalerei, und die Auseinandersetzung mit den nordeuropäischen maritimen Maltraditionen verstärkte seine natürliche Neigung zu Küstenmotiven.
Nach seiner Heirat mit Hedvig Nilsson im Jahr 1919 – einer in Karlshamn geborenen Krankenschwester, die er in Hamburg kennengelernt hatte – etablierte sich Bergman in einem produktiven Arbeitsleben, das sich zwischen Stockholm und der schwedischen Küste aufteilte. 1938 baute die Familie ein Sommerhaus in Öregrund namens „Hemmanberget“, ein Halbinselgrundstück mit weitem Blick über den Öregrundsgrepen. Der Ort wurde zu einer Hauptquelle für Motive: Schiffe vor Anker, Sonnenuntergänge über offenem Wasser, kiefernbewachsene Schären und das wechselnde Licht der Ostsee. Um 1946 zog die Familie dauerhaft nach Öregrund, und Bergman richtete dort ein Atelier ein. Seine Frau starb 1947, im selben Jahr, in dem er sein Lebenswerk vollendete: ein Altarbild. Bergman starb am 20. Oktober 1965 in Öregrund.
Bergmans Gemälde sind in den Museen von Karlshamn und Karlskrona sowie in öffentlichen Gebäuden in ganz Schweden vertreten. Seine Vorliebe für Öl auf Leinwand und Öl auf Platte spiegelt den klassischen Ansatz der schwedischen Landschaftsmaler seiner Generation wider, und sein Werk steht in der breiteren Tradition des schwedischen Küstenrealismus, der in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts aufblühte.
Auf dem Auktionsmarkt sind alle 37 indizierten Werke Bergmans nun geschlossene Lose, ohne aktuell aktive Angebote. Seine Gemälde wurden am häufigsten bei Ekenbergs (10 Lose), Auctionet (4 Lose) und Crafoord Auktioner Stockholm (3 Lose) angeboten. Die Preise bei Auktionen waren bescheiden, wobei der höchste verzeichnete Verkauf 1.300 EUR für ein Stadtmotiv in Öl auf Leinwand erreichte. Schärenlandschaften und Küstenmotive bilden den Kern dessen, was auf den Markt kommt, und spiegeln die Themen wider, zu denen er im Laufe seiner Karriere zurückkehrte.