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Karin Karlsson
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Karin Karlsson (18. Januar 1897, Smålands Gällaryd – 31. Januar 1979, Värnamo), die nach ihrer Heirat mit Anders Johan Rosell im Jahr 1949 unter dem Namen Karin Karlsson-Rosell signierte, war eine schwedische Malerin, die vier Jahrzehnte lang in einer naturalistischen Tradition arbeitete. Geboren in eine Bauernfamilie in der ländlichen småländischen Gemeinde Gällaryd, erhielt sie eine der rigorosesten formalen Kunstausbildungen, die einer schwedischen Frau ihrer Generation zur Verfügung stand.
Sie schrieb sich 1924 an der Kunsthochschule in Stockholm (Konsthögskolan) ein und schloss dort 1930 ein sechsjähriges Studium ab. Darauf folgte eine ambitionierte Reihe von Studienreisen ins Ausland – nach Italien, Paris, England und Norwegen –, die ihren visuellen Wortschatz erweiterten und sie gleichzeitig in der repräsentativen Tradition verankerten, in der sie ausgebildet worden war. Insbesondere Italien hinterließ Spuren: Werke, die in den 1930er Jahren signiert und datiert sind, zeigen italienische Straßenszenen und architektonische Motive neben den schwedischen ländlichen Motiven, die das Rückgrat ihres Schaffens bildeten.
Karlssons Malerei in den 1930er bis 1950er Jahren bewegt sich mit gleicher Sicherheit über drei Motivtypen: Blumenstillleben, Landschaftskompositionen und Ansichten von Orten mit architektonischem Charakter. Ihre Stillleben – Rosen- und saisonale Blumenbouquets vor schlichtem Hintergrund – sind dicht und sicher, was den Einfluss ihrer akademischen Ausbildung zeigt. Die Landschaften reichen von Motiven rund um Apladalen (dem Naturpark außerhalb von Värnamo in ihrer Heimatregion Småland) über Küstenblicke in Baskemölla in Schonen bis hin zu den grandiosen Ruinen und städtischen Ausblicken, die sie auf ihren europäischen Reisen begegneten.
Straßenansichten und Ruinenmotive erscheinen regelmäßig in ihren signierten Werken – Gatuvy-Kompositionen (Straßenansichten) aus den frühen 1950er Jahren zeigen, dass sie auch in diesem Jahrzehnt eine aktive und aufmerksame Beobachterin blieb. Ihre Malweise ist direkt, ohne gestisch zu sein, mit einer Vorliebe für natürliches Licht und gedämpfte tonale Harmonien, die für den schwedischen akademischen Naturalismus der Zwischenkriegszeit charakteristisch sind.
Karlsson-Rosell ist in den Sammlungen der Universität Uppsala vertreten, was auf eine gewisse institutionelle Anerkennung zu ihren Lebzeiten hinweist. Ihre Auktionssignatur variierte im Laufe ihrer Karriere: frühe Werke sind mit „Karin Karlsson“ signiert, spätere Werke mit „Karin K-R-L“ – eine Kontraktion, die ihren Ehenamen widerspiegelt –, was die Zuordnung erleichtert, wenn Daten vorhanden sind. Werke erscheinen häufig bei kleineren schwedischen Regionalhäusern, wobei die Preise den liebevollen, aber bescheidenen Markt für schwedische repräsentative Malerei der Mitte des Jahrhunderts widerspiegeln.