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Kaj Fogelberg
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Kaj Fogelberg wurde 1944 in Strandbaden, in der Küstenpfarrei Brunnby im nordwestlichen Schonen, geboren. Aufgewachsen an der Küste des Öresunds, kam er erst relativ spät zur Keramik und gründete 1981 seine Werkstatt in Munka Ljungby, nachdem er jahrelang seinen technischen Ansatz für Steinzeug entwickelt hatte.
Fogelberg baute seine Praxis um eine einzige, fokussierte Idee auf: das Gewicht, die Textur und die stille Präsenz von Früchten in gebranntem Ton nachzubilden. Seine Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kürbisse sind aus glasiertem Steinzeug geformt und in ihrer Genauigkeit steinkalt – keine botanischen Illustrationen, die in Ton übersetzt wurden, sondern Objekte, die die gleiche unaufgeregte Schwere tragen wie die Früchte, die sie darstellen. Jedes Stück ist signiert und in nummerierten Kleinserien erschienen, was Sammlern eine klare Herkunft bietet und gleichzeitig den Charakter von Atelierarbeiten bewahrt.
Die technische Seite von Fogelbergs Praxis wurde bewusst problemorientiert gelöst. Seine Fruchtskulpturen beinhalten ein charakteristisches Stieldetail, das er im Laufe der Zeit verfeinert hat: Frühe Stücke hatten den Stiel in die Glasur eingebrannt, aber Brüche waren häufig. Schließlich entschied er sich, eine kleine Fassung in den Fruchtkörper zu brennen und den Stiel anschließend mit Silikon anzubringen, was einen Austausch ohne Beschädigung ermöglichte. Eine praktische Lösung, die auch das sorgfältige Denken hinter Arbeiten zeigt, die trügerisch einfach erscheinen können.
Neben den skulpturalen Früchten produzierte Fogelberg glasierte Steinzeugvasen und -schalen – ruhigere Objekte, die die gleiche Aufmerksamkeit für Oberfläche und Proportion zeigen. Seine Palette tendiert zum Erdigen und Zurückhaltenden, Glasuren, die nah an den natürlichen Farben von gebranntem Ton liegen, ohne nach Effekten zu streben.
Fogelberg hat sich seitdem aus der aktiven Atelierproduktion zurückgezogen, aber seine Arbeiten zirkulieren weiterhin auf dem schwedischen Auktionsmarkt. Auf Auctionist wurden seine 26 katalogisierten Objekte hauptsächlich über Auktionshäuser in Südschweden verkauft – Orebro Stadsauktioner, Helsingborgs Auktionskammare und Skanes Auktionsverk – wobei Apfel- und Birnenskulpturen die Mehrheit der Lose ausmachten. Die Preise reichten bis zu 1.000 SEK und spiegeln die zugängliche, sammelbare Natur eines Werks wider, das handwerkliche Konsistenz über Seltenheit stellte.