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Jörgen Waring
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Jörgen Winther Waring wurde 1938 in Kopenhagen geboren und begann 1959 als autodidaktischer bildender Künstler auszustellen. Sein Hintergrund war eklektisch: Studien in Design, Innenarchitektur und Öffentlichkeitsarbeit flossen in eine Praxis ein, die sich nie auf ein einziges Medium beschränkte. Von Anfang an arbeitete er mit Ölmalerei, Zeichnung, Aquarell, Skulptur, Collage und Schmuck und behandelte jedes als eine andere Nuance derselben rastlosen visuellen Neugier.
Die prägendste Episode seiner Karriere erlebte er durch Afrika. Als ausgebildeter Safarileiter verbrachte Waring elf Sommer hintereinander in Kenia bis 1976, wo er Expeditionen leitete und vor Ort malte. Seine Begegnung mit den Kulturen der Massai und Samburu hinterließ einen tiefen Eindruck: Die Kompositionen, die aus dieser Zeit entstanden, sind lebendig, vielschichtig und strukturell kühn und greifen auf Muster und Rhythmen zurück, die wenig mit der europäischen Moderne zu tun haben. Die 'Afrika'-Werke wurden sein erster bedeutender Durchbruch bei Sammlern und Galeristen gleichermaßen.
In den späten 1970er Jahren wandte sich Waring einem rein abstrakteren Modus zu, den er als 'imaginary philosophy' bezeichnete, ein Begriff, den er verwendete, um eine Art intuitiven Übersetzungsprozess zu beschreiben: Beobachtungen aus der physischen Welt, destilliert in geometrische Formen, kollagierte Oberflächen und Farbfelder. Werke aus dieser Zeit zeigen Dreiecks-Motive, überlappende Ebenen und dichte Collage-Elemente – ein Vokabular, das er in den 1980er Jahren mit zunehmender Sicherheit entwickelte. Die Serie 'Imaginary Philosophy' erstreckte sich über mehrere Werke in Mixed Media, von denen einige in den letzten Jahren auf nordischen Auktionshäusern erschienen sind.
Ausstellungen führten ihn während dieser gesamten Zeit aus Dänemark heraus. Er stellte 1978-1979 in Charlottenborg in Kopenhagen, 1981 in der Galerie Rau in Hamburg und zwischen 1984 und 1986 in der Arras Gallery in New York aus – eine Galerie, die auch Werke im Zusammenhang mit Frank Sinatra und Roger Moore zeigte, was das eklektische Programm der Galerie widerspiegelte. Werke fanden Eingang in institutionelle Sammlungen in Dänemark, und dänische Unternehmenssammlungen, darunter Codan Insurance und der Dänische Industrierat, besaßen seine Gemälde.
Waring starb 2022. Sein Auktionsrekord wurde 2020 bei Bruun Rasmussen mit dem Werk 'Africana' aufgestellt. Auf dem schwedischen Markt zirkulierten seine Arbeiten hauptsächlich über Bukowskis Malmö und regionale Auktionshäuser in Südschweden, wo die abstrakten Mixed-Media-Kompositionen und Lithografien weiterhin Käufer finden.