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John Thorgren
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John Lennart Thorgren wurde am 20. September 1918 in Sorsele, im weiten Inland von Västerbotten, geboren und starb im Jahr 2000 in Boden. Sein frühes Erwachsenenleben war eher vom Militärdienst als von der Kunst geprägt: Er wurde Freiwilliger beim Norrbottens-Regiment, legte 1943 seine Unteroffiziersprüfung ab und belegte während seiner Dienstzeit Fernkurse in Zeichnen.
Die Kunst blieb in den 1940er Jahren ein paralleles Engagement. Thorgren studierte 1947-1948 an Otte Skölds Malschule in Stockholm, einer der strengeren privaten Institutionen der Zeit, und diese Erfahrung legte das technische Fundament für den ausdrucksstarken Landschaftsstil, den er in den folgenden Jahrzehnten verfeinern sollte. Sein öffentliches Debüt gab er 1952 im Hantverkshuset in Umeå, und zwei Jahre später stellte er im Galleri Brinken in Stockholm aus, wo er in der Hauptstadtpresse starke Beachtung fand. 1954, nach mehr als einem Jahrzehnt Militärdienst, verließ er die Armee, um sich ganz der Malerei zu widmen.
Von 1958 bis 1991 lebte Thorgren in Stockholm, obwohl seine Motive weit über die Stadt hinausreichten. Seine Gemälde schöpfen aus vier geografischen Bereichen: der Gebirgswelt Norrlands rund um Abisko und Lappland; den Kalksteinplateaus und dem Winterlicht Gotlands; der Gegend um Boden, wo er gedient hatte und schließlich zurückkehren sollte; und Stockholm selbst. Er arbeitete hauptsächlich in Öl, produzierte aber auch Aquarelle und Lithografien. Sein Farbgefühl ist direkt und physisch, wobei die kühlen Grau- und Blauweißtöne des Nordlichts neben wärmeren, sonnengebleichten Tönen aus seinen Gotland-Arbeiten stehen.
Thorgren nahm ab 1958 regelmäßig an den Stockholmer Salons im Liljevalchs teil und war in der Wanderausstellung „20 Maler aus Norrland“ vertreten, die an der Königlichen Kunstakademie in Stockholm gezeigt wurde. Er ist eng mit der Bodenskolan verbunden, der informellen Gruppe weitgehend autodidaktischer Künstler, die sich um Boden sammelten und über mehrere Jahrzehnte hinweg Ausstellungen organisierten und sich gegenseitig in ihrer Arbeit unterstützten, ohne ein formelles Manifest herauszugeben.
Seine Werke kommen hauptsächlich über nordische schwedische Auktionshäuser und Stockholmer Generalisten auf den Markt. Die Auktionsdatenbank verzeichnet 12 Objekte, darunter Ölgemälde von Sommerlandschaften, lappländischen Flusslandschaften, gotländischen Wintermotiven und Stillleben, sowie Farblithografien, die in Auflagen von 310 Stück signiert und nummeriert sind. Die Preise reichten von einigen hundert schwedischen Kronen bis zu 1.760 SEK für ein Öl auf Leinwand, wobei eine gotländische Winterlithografie bei einer Spezialauktion 400 EUR erzielte. Seine Werke sind im Moderna Museet, Norrbottens Museum, Västerbottens Museum, Hälsinglands Museum, Örebro Läns Museum und Skövde Stadsmuseum vertreten.