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John Carlson

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John Emanuel Carlson wurde am 16. Juli 1896 in Överselö, Södermanland, geboren. Seine Familie zog 1897 nach Sundbyberg, als er kaum ein Jahr alt war, und die Stadt prägte fast jede Leinwand, die er in den folgenden acht Jahrzehnten schuf. Er sagte später, er habe jedes Haus in Sundbyberg von allen vier Seiten gemalt – eine Bemerkung, die sowohl seine Hingabe an den Ort als auch seinen methodischen, fast dokumentarischen Instinkt einfängt.

Carlsons formale Ausbildung begann von 1912 bis 1915 an den Abend- und Sonntagskursen der Tekniska skolan. Mit sechzehn Jahren überquerte er den Atlantik und verbrachte die Jahre 1915 bis 1929 in den Vereinigten Staaten. Er studierte am Pratt Institute in Brooklyn und an der Art Students League of New York (1924-1927) und stellte 1926, 1928 und 1932 im Brooklyn Museum sowie in Chicago aus. Seine amerikanischen Leinwände tendierten zu Landschaften mit indianischen Motiven, eine deutliche Abkehr von dem, wofür er später bekannt werden sollte.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden Anfang der 1930er Jahre studierte Carlson Figurenzeichnen an der Stockholmer Kunstakademie, bevor er sich für den Rest seiner Karriere den Vorstadtstraßen von Sundbyberg widmete. Von etwa 1940 bis zu seinem Tod im Jahr 1979 malte er die Holzhütten, Plätze, Schaufenster und umliegenden ländlichen Gebiete der Stadt in einem Stil, der oft als naivistisch beschrieben wird. Der Stil ist nicht untrainiert – er ist direkt. Seine Kompositionen sind flach und selbstbewusst, mit klaren Umrissen und warmen, gesättigten Farben, was ihn in eine Tradition neben Malern wie Olle Olsson Hagalund stellt, der auf ähnliche Weise die Volksarchitektur von Solna dokumentierte, bevor sie abgerissen wurde.

Carlsons Bedeutung liegt teilweise in seinem Timing. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte in Sundbyberg eine umfassende Stadterneuerung mit sich, die einen Großteil der von ihm dokumentierten gebauten Umwelt hinwegfegte. Seine Gemälde fungieren nun als visuelles Archiv einer verschwundenen Stadt, und sein liebevoller Spitzname – Sundbybergs-Olle – spiegelt die besondere Bindung zwischen Künstler und Ort wider, die sein Werk verkörpert.

Auf dem Auktionsmarkt erscheinen Carlsons Werke hauptsächlich bei schwedischen Regionalhäusern. Bei Auctionist wurden seine 17 katalogisierten Objekte unter anderem bei Auktionshuset Kolonn und Stockholms Auktionsverk verkauft. Die Werke sind Öl auf Platte (olja på pannå), typischerweise kleine bis mittelgroße Stadtansichten. Die höchsten verzeichneten Preise auf der Plattform liegen im Bereich von 2.600-2.850 SEK, was das bescheidene, aber beständige Sammlerinteresse an seinen Sundbyberg-Motiven widerspiegelt.

Bewegungen

NaivismUrban Realism

Medien

Oil on panelOil on canvas

Bemerkenswerte Werke

Sundbyberg Station1959oil on panel
Vattentornet Sundbybergoil on panel
Gatubild Sundbybergoil on panel

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