
KünstlerNorwegiangeb.1810–gest.1858
Joachim Frich
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Joachim Christian Geelmuyden Gyldenkrantz Frich wurde am 24. Juli 1810 in Bergen geboren, Sohn einer Familie, deren langer Name Echos der patrizischen Kaufmannswelt Westnorwegens trug. Sein Weg zur Malerei begann mit frühen Lektionen in Bergen bei Lyder Sagen und Carl Peter Lehmann, bevor er die Reise nach Süden zur Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen antrat, wo er von 1834 bis 1836 unter Christoffer Wilhelm Eckersberg, Johan Ludwig Lund und Johan Frederik Moller studierte. Kopenhagen war damals das Gravitationszentrum der skandinavischen Kunstausbildung, und Frich absorbierte die klassische Tradition, bevor er nach Düsseldorf ging, wo er von 1836 bis 1837 das Atelier von Johan Christian Dahl besuchte. Dahl, der Vater der norwegischen Landschaftsmalerei, hatte einen bleibenden Einfluss auf ihn. Ein anschließender Aufenthalt in München von 1837 bis 1839 brachte ihn in Kontakt mit dem monumentalen Landschaftsstil von Carl Rottmann, dessen epische Behandlung der Natur einen klaren Eindruck in Frichs reifen Werk hinterließ.
Nachdem er sich in Christiania (heute Oslo) niedergelassen hatte, wurde Frich 1841 Lehrer an der Königlichen Zeichenschule, eine Position, die er bis zu seinem Lebensende innehatte. Er war auch im Vorstand der Nationalgalerie in Christiania tätig und stand damit im institutionellen Herzen des norwegischen Kulturlebens während einer Zeit intensiven nationalen Erwachens. Sein Engagement für die Bewahrung dieses Kulturerbes ging über die Malerei hinaus: 1844 war er einer der Gründer der Gesellschaft zur Erhaltung alter norwegischer Denkmäler (Foreningen til Norske Fortidsmindesmerkers Bevaring), eine Initiative, die denselben nationalromantischen Impuls widerspiegelte, der durch seine Leinwände floss.
Frichs ehrgeizigster Auftrag kam 1850, als er einen Zyklus von sechs großen dekorativen Landschaftsgemälden für das Esszimmer des Schlosses Oscarshall auf Bygdøy fertigstellte, der Sommerresidenz, die für König Oscar I. und Königin Josephine erbaut wurde. Der Architekt Johan Henrik Nebelong entwarf den Raum um diese Werke herum, so dass Frichs Panoramablicke auf die norwegische Natur einen integralen Bestandteil des neugotischen Interieurs bildeten. Die Gemälde wurden als Höhepunkt seiner Karriere und als einige der feinsten Visualisierungen der norwegischen Landschaft im nationalromantischen Stil beschrieben, Porträts der Wälder, Berge und Täler des Landes, die direkt den Wunsch der Ära nach einer eindeutig norwegischen visuellen Identität ansprachen. Er kehrte für Studienreisen 1846 und 1855 nach Düsseldorf zurück und pflegte den Kontakt zur deutschen Schule, auch wenn sein Thema in Norwegen verwurzelt blieb.
Frichs Leben wurde kurz, als er am 29. Januar 1858 im Alter von 47 Jahren in Christiania starb. Sein Werk an Landschaften, das den technischen Schliff der Düsseldorfer Schule auf norwegische Motive anwandte, wird im Nasjonalmuseet in Oslo aufbewahrt, wo Werke wie 'Landschaft aus Telemark' zu den meistbesuchten Beispielen der frühen norwegischen Malerei gehören. Auf Auktionen erscheint sein Werk hauptsächlich über norwegische Häuser: Grev Wedels Plass Auksjoner verzeichnet die Mehrheit seiner registrierten Lose, wobei das Spitzenergebnis 'Landskap med mennesker i robat 1856' für 84.000 NOK erzielt wurde, gefolgt von 'Til kirke 1846' für 60.000 NOK und 'Skogslandskap med jeger 1850' für 56.000 NOK. Insgesamt 12 Lose sind über Auctionist-indexierte Häuser gegangen, wobei die Preise ein bescheidenes, aber konstantes Sammlerinteresse an dieser prägenden Figur der norwegischen Landschaftsmalerei widerspiegeln.