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Jo Hammerborg

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Johannes Hammerborg wurde am 4. Februar 1920 in Randers, Dänemark, geboren und wuchs zu einem Mann heran, der die Präzision eines Handwerkers mit dem Sinn eines Modernisten für klare, funktionale Formen verband. Sein Weg zum Lichtdesign war indirekt: Nach Abschluss seiner Schulbildung absolvierte er von 1942 bis 1943 eine Ausbildung zum Silberschmied und schrieb sich 1944 an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen ein. Diese Grundlage in der Edelmetallverarbeitung, die Aufmerksamkeit für Oberfläche, Proportion und Materialintegrität, sollte sich später als prägend erweisen, als er sich der industriellen Produktion zuwandte.

1949 trat Hammerborg als praktizierender Silberschmied in den Dienst von Georg Jensen und arbeitete acht Jahre lang für das Haus. Die Disziplin des Schmuck- und Tafelgeschirrsdesigns, bei der jeder Millimeter visuelles Gewicht trägt, prägte seine Sensibilität, bevor er jemals einen Lampenschirm berührte. 1957 vollzog er den Schritt, der seine Karriere definieren sollte: Er wurde Chefdesigner bei Fog & Mørup, einem 1894 gegründeten Leuchtenhersteller mit Sitz in Kopenhagen.

Die ersten sechs Jahre bei Fog & Mørup waren die intensivsten seiner Karriere. Zwischen 1957 und 1963 brachte er rund 24 Lampen zur Produktion und etablierte eine Hausästhetik, die auf geometrischer Zurückhaltung, hochwertiger Metallverarbeitung und einer konsistenten visuellen Sprache über Pendel-, Steh- und Tischleuchten hinweg basierte. Er griff auf den frühen Funktionalismus zurück und bewahrte gleichzeitig Wärme in seiner Materialwahl. Kupfer, Aluminium und Holz kamen häufig vor, oft in Kombination, und er setzte Markenstandards, die dem Unternehmen seine kohärenteste Identität in seiner Geschichte verliehen.

In seinen 23 Jahren bei Fog & Mørup entwarf Hammerborg insgesamt etwa 60 Lampen. Zu den beständigsten gehören die Golf-Serie mit ihren klaren, kupferfarbenen Deckenformen; die Orient, deren breiter, schalenförmiger Schirm östliche Silhouetten aufgriff; und die Trombone, entworfen 1966, eine Serie von Steh-, Pendel- und Tischlampen, die um einen zylindrischen Schirm aufgebaut war, der durch verschiebbare Elemente verstellbar war, mechanisch elegant und visuell ruhig. Die Nova erhielt 1965 einen ersten Preis vom Buenos Aires Centro Investigacion de Diseno Industrial, und Lampen wie die Classic, Tunika, Saturn und Diskos erhielten 1969 iF Product Design Awards.

Hammerborg verließ Fog & Mørup 1980, um ein unabhängiges Lichtdesignstudio zu gründen. Sein Weggang fiel mit der allmählichen Auflösung des Unternehmens durch Fusionen, zuerst mit Lyfa, später mit Horn, und dem endgültigen Verschwinden des Namens Fog & Mørup zusammen. Außerhalb seines Berufslebens war er ein engagierter Sportler mit einer besonderen Leidenschaft für Fallschirmspringen und Fliegen. Er starb am 23. Juli 1982 bei einem Fallschirmsprungunfall auf der Insel Bornholm im Alter von 62 Jahren.

Auf Auktionen ist Hammerborgs Werk regelmäßig auf dem nordischen Markt vertreten, wobei skandinavische Käufer besonders von seinen Decken- und Stehleuchten von Fog & Mørup angezogen werden. In dieser Datenbank sind 71 Objekte erfasst, mit der stärksten Konzentration bei Deckenleuchten (47 Lose) und einer bemerkenswerten Präsenz bei Steh- und Tischleuchten. Zu den Top-Auktionshäusern gehören Palsgaard Kunstauktioner und Bidstrup Auktioner. Die verzeichneten Preise in diesem Datensatz reichen bis zu 4.734 SEK für eine Trombone II Aluminium-Stehleuchte, wobei die Golf Kupfer-Deckenleuchte 4.600 SEK erzielte und eine Orient P Kupfer- und Holz-Deckenleuchte für 2.605 SEK verkauft wurde.

Bewegungen

Danish ModernScandinavian Functionalism

Medien

AluminumCopperWoodMetal

Bemerkenswerte Werke

Trombone1966Aluminum/metal
GolfCopper
OrientCopper/wood
NovaMetal

Auszeichnungen

CICi first prize, Buenos Aires 1965 (Nova); iF Product Design Awards 1969 (Classic, Tunika, Saturn, Diskos)

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