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Jean Skoglund
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Jean Fredrik Theodor Skoglund wurde am 30. November 1908 in Stockholm geboren und verbrachte sein kurzes Leben – nur 39 Jahre – mit Malerei, Grafik, Zeichnung und Skulptur. Er studierte Anfang der 1930er Jahre an Blombergs Malereischule und später an der Radierklasse der Königlichen Akademie in Stockholm und erwarb sich eine technische Grundlage, die sein bekanntestes Werk prägen sollte.
Skoglund nahm eine kuriose Stellung in der schwedischen Kunstwelt der 1930er und 1940er Jahre ein: Er arbeitete bewusst retrospektiv und schuf Gemälde von Winterlandschaften und pastoralen Szenen, die eher den Geist von Gustaf Fjaestad und Bruno Liljefors atmeten, als sich mit den modernistischen Strömungen seiner Zeit auseinanderzusetzen. Seine Landschaften zeichnen sich durch eine starke Weißnutzung aus – kalte, helle Paletten, die seinen Winterszenen eine fast gebleichte Intensität verleihen. Er belieferte etablierte Kunsthändler und bewegte sich eher auf dem kommerziellen Markt als im Galeriebetrieb.
Sein grafisches Werk, insbesondere die handkolorierten Radierungen des alten Stockholm, gehört zu seinen beständigsten Schöpfungen. Ansichten von Mosebacke, Katarinahissen, Kattgranden und Djurgarden fangen den Charakter der Stadt vom Ende des 19. Jahrhunderts mit sorgfältiger Linienführung und zarter Farbauftragung ein. Diese Drucke verbreiteten sich weit und tauchen noch heute auf schwedischen Auktionen auf. Er arbeitete auch unter dem Pseudonym Theddy Skog, ein Detail, das die Zuschreibung gelegentlich erschwert.
1942 zeigte Skoglund eine Einzelausstellung in den Säulenhallen des Sidenhuset in Stockholm mit Porträts, Landschaftsmotiven und Akten. Es war eine der wenigen dokumentierten Einzelausstellungen seiner Karriere. Er starb am 16. Juni 1948 in Lidingö und hinterließ ein Werk, das in seinem Umfang bescheiden, aber in seiner Verbundenheit mit einer bestimmten Vision schwedischer Natur und Stadtgeschichte beständig ist.
Auf dem nordischen Auktionsmarkt erscheinen Skoglunds Werke regelmäßig bei regionalen Auktionshäusern wie Roslagens Auktionsverk, Örebro Stadsauktioner und Karlstad Hammarö Auktionsverk. Sein höchstes verzeichnetes Auktionsergebnis liegt bei rund 63.000 SEK für das Werk "Teater", das 2017 im Stockholms Auction House verkauft wurde. Auf Auctionist wurden 27 Werke schwedischer Häuser verfolgt, wobei Radierungen und Winterölbilder den Großteil des Angebots ausmachen.