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Ivar Ekelund
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Gustav Ivar Ekelund wurde am 10. Oktober 1908 in Stockholm geboren, doch es war die Küste Skånes und die landwirtschaftlichen Ebenen Südschwedens, die schließlich seine visuelle Sprache prägen sollten. Er kam vergleichsweise spät zur Malerei – ein formales Studium begann erst 1946 an Signe Barths Malschule in Stockholm, gefolgt von einem Jahr bei Isaac Grünewald, dem Koloristen, der selbst bei Matisse studiert hatte und dessen Einfluss auf die schwedische Moderne weitreichend war. Bis 1948 debütierte Ekelund in der Galerie Moderne in Stockholm und hatte gleichzeitig eine Einzelausstellung in Östersund.
1949 erhielt er das Ester Lindahl-Stipendium, das eine intensive Studienzeit im Ausland ermöglichte. Er arbeitete in Dänemark, dann an der Académie de la Grande Chaumière in Paris – der Atelierschule, an der Giacometti und Léger gelehrt hatten –, bevor er bis 1951 durch Frankreich und Spanien reiste. Diese Jahre festigten eine Praxis, die auf der Spannung zwischen Beobachtung und Reduktion beruhte: Bauernhöfe, Wäsche auf der Leine, flach-horizontige Felder, gesehen mit einer strukturellen Klarheit, die etwas von Cézanne und etwas von skandinavischer Volksklarheit hatte.
Ekelund ließ sich in Skåne nieder und eröffnete 1969 die Galerie Cimbria in Simrishamn, einer kleinen Hafenstadt an der Südostspitze Schwedens. Die Galerie wurde zu einem Zentrum für Künstler, die in der Region arbeiteten, und Ekelund war eine Gründungsfigur in Hanöland, dem Kunstkreis, der später zur ÖSKG (Östra Skånes Konstnärsgrupp) wurde. Seine nicht-gegenständlichen Gemälde und Collagen aus den 1960er und 1970er Jahren zeigen einen Künstler, der bereit war, zwischen den Modi zu wechseln – Holzschnitte mit flachen grafischen Ebenen, Ölgemälde, die Landschaft in fast abstrakte Farbflächen auflösen. 1955 erhielt er das H. Ax:son Johnson-Stipendium und 1977 das Stipendium der Königlichen Kunstakademie, das seine Arbeit bis zu seinem Tod in Nacka im Jahr 2002 unterstützte. Seine Werke wurden in die ständigen Sammlungen des Moderna Museet, des Ystad Art Museum und des Norrköping Art Museum aufgenommen.
Auf dem nordischen Kunstmarkt ist Ekelund hauptsächlich bei Auktionshäusern in Skåne vertreten, was seine lange Verbindung zur Region widerspiegelt. Crafoord Auktioner in Malmö verzeichnet den größten Anteil seiner gehandelten Werke, gefolgt von Stockholms Auktionsverk Sickla und Skånes Auktionsverk. Die Preise bei Auktionen waren bescheiden, ein Landschaftsbild mit dem Titel „Tvätt på tork“ – Wäsche, die vor Hausfassaden trocknet – und „Gård på slätten“ wurden jeweils für wenige tausend Schwedische Kronen verkauft. Mit 11 im Katalog von Auctionist erfassten Objekten handelt es sich bei allen verzeichneten Losen um Gemälde, was darauf hindeutet, dass seine Drucke und grafischen Arbeiten im nordischen Auktionssystem seltener zirkulieren.