
KünstlerSwedish
Ingrid Nordström
1 aktive Artikel
Ingrid Nordström wurde 1933 in Malmö geboren und verbrachte einen Großteil ihres Berufslebens im Süden Schwedens, wo sie 2004 in Ystad starb. Sie begann ihre formale Kunstausbildung relativ spät und besuchte von 1973 bis 1977 die Forums Målarskola in Malmö. Die Forums Målarskola – auch bekannt als Konstskolan Forum – war eine private Kunstschule, an der Gerhard Nordström von 1964 bis 1987 unterrichtete, und dort lernten sich Ingrid und Gerhard kennen. Sie heirateten 1977, im selben Jahr, in dem sie ihr Studium abschloss.
Ihre Malerei wurde teilweise durch Studienreisen nach Italien in den 1970er Jahren geprägt. Der Einfluss der antiken römischen Freskenmalerei mit ihren Farbfragmenten, erodierten Oberflächen und aus einem verwitterten Untergrund auftauchenden Figuren setzte sich in ihren eigenen ölmalerischen Arbeiten fort. Sie malte nicht realistisch oder akademisch, sondern verwendete Farbe in Scherben und gebrochenen Feldern, wodurch Figuren, Pflanzen und Früchte aus Farbkompositionen entstanden, anstatt durch Konturen umrissen zu werden. Das Ergebnis ist ein Werk, das gleichzeitig archäologisch und unmittelbar wirkt, als ob die dargestellten Objekte eher geborgen als konstruiert worden wären.
Ihre Motive kehrten wiederholt zum Häuslichen und Natürlichen zurück: Stillleben mit Blumen, Trauben, Kirschen und Obstschalen; sitzende Figuren; Porträts und Gartenszenen. Ein Gemälde eines Brunnens („Fontän“) deutet auch auf ein Interesse an der gebauten Landschaft hin. Sie arbeitete auf Leinwand und Tafel in Öl, und ihre erhaltenen Auktionskataloge deuten darauf hin, dass sie noch 2001 und 2007 tätig war, was eine kontinuierliche Produktion über mindestens drei Jahrzehnte zeigt.
Ingrid Nordström ist im Lexikonett Amanda, dem schwedischen biographischen Verzeichnis bildender Künstler, unter ihrem vollen Ehenamen Ingrid Nordström Holm verzeichnet. Ihre Werke erscheinen gelegentlich in schwedischen Auktionskatalogen, wobei Stücke bei regionalen Häusern in Schonen und an der Südwestküste auftauchen. Auf Auctionet sind alle 13 gelisteten Objekte Ölgemälde mit Motiven wie Stillleben, Frauenfiguren, Trauben- und Fruchtkompositionen und mindestens einem signierten Porträt. Die Verkaufspreise waren bescheiden – die beiden verzeichneten Endpreise liegen bei 1.739 SEK und 1.200 SEK –, was sie fest in die regionale Auktionsliga einordnet. Der Großteil ihrer Marktaktivität konzentriert sich auf Limhamns Auktionsbyrå und Garpenhus Auktioner, Häuser mit starker Präsenz von Künstlern aus Schonen. Mit derzeit einem aktiven Angebot auf der Plattform tauchen ihre Werke eher gelegentlich als kontinuierlich auf, was sie zu einem Namen macht, den Käufer, die an schwedischer Nachkriegs-Figurativmalerei zu erschwinglichen Preisen interessiert sind, im Auge behalten sollten.