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Hilding Linnqvist
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Hilding Gunnar Oskar Linnqvist wurde am 20. April 1891 in Stockholm geboren und verbrachte praktisch sein ganzes Leben in der Stadt, in der er geboren wurde. Er studierte von 1908 bis 1910 an der Tekniska skolan (heute Konstfack) und anschließend von 1910 bis 1912 an der Konstakademien. 1912 gehörte er zu den jungen Künstlern, die aus der Akademie austraten, um zu protestieren, und lehnten das ab, was sie als starre und veraltete Lehre empfanden – ein Akt, der seinen Eintritt in das unabhängige künstlerische Leben markierte.
Linnqvist wurde in den 1910er Jahren zur führenden Figur des lyrischen Naivismus in Schweden. Sein Ansatz wurde von der visionären Kunst Ernst Josephsons und den literarischen Idealen Carl Jonas Love Almqvists geprägt, der die Ansicht vertrat, dass die Form aus dem Gegenstand selbst erwachsen sollte. Wo die akademische Malerei technische Perfektion verlangte, setzte Linnqvist auf eine lockere, erzählerische Spontaneität. Er war selten ohne Skizzenbuch, Stift, Tinte und Aquarelle unterwegs, und seine Zeichenkunst untermauerte alles, was er schuf.
Ab 1920 reiste er drei Jahre lang durch England, Frankreich und Italien, und die Erfahrung vertiefte die Präzision und Klarheit seiner Farben. In den 1930er Jahren übernahm er Lektionen von Cézanne und bewegte sich hin zu breiteren, strukturierteren Pinselstrichen. Seine Bandbreite in diesen Jahrzehnten war groß: städtische Parkszenen, Figurenstudien, Stillleben, Landschaften, die von der schwedischen Natur und von Reisen im Mittelmeerraum inspiriert waren, sowie Szenen, die die Poesie von Carl Michael Bellman illustrierten.
Bis 1939 war Linnqvist Professor an der Konstakademien, eine Position, die er bis 1941 innehatte, und 1940 veranstaltete die Akademie eine große Retrospektive seines Werkes. Seine Produktion war sehr umfangreich und er blieb bis ins hohe Alter aktiv. 1982 gründete er die Stiftelsen Hilding Linnqvists konst, die heute sein Archiv verwaltet und in der Marabouparken konsthall in Sundbyberg untergebracht ist.
Linnqvist ist in den Sammlungen des Nationalmuseum, des Moderna Museet (das 76 Werke – Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen – besitzt), des Prins Eugens Waldemarsudde, des Göteborgs konstmuseum sowie in Museen in Deutschland und den Vereinigten Staaten vertreten. Auf dem nordischen Auktionsmarkt ist er am konstantesten bei Stockholms Auktionsverk und Bukowskis vertreten. Werke bei Auctionist wurden von rund 300 SEK für einen signierten Druck bis zu 1.600 SEK für eine Theaterkulisse in Bleistift und Aquarell verkauft, was ein starkes Interesse an seinen Papierarbeiten auf allen Preisniveaus widerspiegelt.