
KünstlerSwedish
Gunnar Hansson
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Gunnar Hansson (1913-2007) betrieb ein Keramikstudio in Lomma, einer kleinen Küstenstadt in Schonen im Süden Schwedens, wo er einen Großteil der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts tätig war. Er war ein autodidaktischer Studiokeramiker, dessen Schaffen sich auf handgeformte Steinzeugfiguren konzentrierte, die der Natur entlehnt waren: Vögel verschiedenster Art – Krähen, Gänse, Eulen, Hennen – sowie Fischgruppen und kleinere skulpturale Objekte. Seine glasierten Steinzeugarbeiten sind typischerweise kompakt, mit einer ruhigen naturalistischer Qualität, und sind mit dem eingepressten oder gemalten Monogramm "GH" neben dem Ortsnamen Lomma signiert.
Hansson arbeitete unabhängig außerhalb des Mainstreams der schwedischen Industriekeramik, die in den Nachkriegsjahrzehnten von größeren Herstellern wie Rörstrand und Gustavsberg dominiert wurde. Sein Schaffen gehört stattdessen der Tradition des einzelnen schwedischen Keramiker-Bildhauers an, der Handwerk und bildende Kunst in Kleinserien-Studioarbeiten vereinte. Der Küstencharakter seiner Umgebung im westlichen Schonen spiegelt sich in vielen der von ihm dargestellten Arten wider. Hansson erhielt das Kulturstipendium der Gemeinde Lomma als Anerkennung seines Beitrags zum lokalen künstlerischen Leben.
Seine Werke tauchen regelmäßig bei regionalen schwedischen Auktionshäusern auf, mit der stärksten Präsenz bei Häusern in Schonen und Malmö. Auf Auctionet wurden 33 ihm zugeschriebene Objekte auf der Plattform erfasst. Zu den führenden Auktionshäusern, die seine Werke anbieten, gehören Bukowskis Malmö, Garpenhus Auktioner, Helsingborgs Auktionskammare und Crafoord Auktioner Lund – was eine Sammlergemeinde widerspiegelt, die sich auf Südschweden konzentriert. Die Preise bei Auktionen sind bescheiden und reichen von einigen hundert bis etwa 1.000 SEK für Figurengruppen, wobei seine glasierte Fischfigurengruppe und Krähenskulpturen zu den höher erzielten Werken gehören.