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Gunnar Fohlin
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Gunnar Fohlin, geboren 1924, verbrachte sein Berufsleben in der Nähe des Meeres und der kleinen Städte Smålands – eine Landschaft, die direkt in die Themen einfloss, zu denen er während einer vier Jahrzehnte umspannenden Karriere immer wieder zurückkehrte. Seine Gemälde, meist in Öl auf Leinwand oder Tafel ausgeführt, reichen von stillen Hafenszenen mit einsamen Fischern über belebte städtische Straßenszenen bis hin zu intimen Figurenkompositionen. Ein signiertes Ölgemälde von 1950, das ein christliches Motiv darstellt, deutet auf eine frühe Bandbreite an Themen hin, während Werke aus den 1960er, 70er und bis in die späten 1980er Jahre eine beständige Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur in einem spezifischen Ortsgefühl zeigen.
Fohlin arbeitete in der Tradition der schwedischen Provinzmalerei, die Handwerk und Beobachtung über theoretische Experimente stellte. Seine Hafen- und Fischerdorf-Szenen – Titel wie 'Fiskeläge' und 'Fisherman' tauchen wiederholt in Auktionsverzeichnissen auf – gehören zu einer Strömung in der schwedischen Kunst des 20. Jahrhunderts, die von den Göteborg-Koloristen bis zu unzähligen Regionalmalern reicht, die das Arbeitsleben der Küste dokumentierten. Was Fohlin innerhalb dieser Strömung auszeichnet, ist eine gewisse Direktheit: Kompositionen, die eher beobachtet als konstruiert wirken.
Seine Stadtgemälde, katalogisiert unter Titeln wie 'Stadsmiljö' mit dem Datum 1962, deuten auf den besonderen Moment im schwedischen Gesellschaftsleben hin, als sich die Zentren kleiner Städte zu verändern begannen. Die Spielplatzszene 'Lekplatsen' nimmt eine andere emotionale Ebene ein – häuslich, im Alltag verwurzelt und nicht in einer idealisierten Vorstellung von Natur oder Arbeit.
Fohlins Druckgrafiken erscheinen ebenfalls in Auktionsverzeichnissen, darunter eine signierte figurative Grafik aus dem Jahr 1988, was darauf hindeutet, dass die grafische Arbeit zumindest einen sekundären Strang seiner Praxis bildete. Sein Schaffen erstreckt sich über einen langen Zeitraum und bleibt seinem Engagement für lesbare, figurative Malerei treu, die in den Landschaften und Gemeinschaften Südschwedens verwurzelt ist.
Auf dem Auktionsmarkt zirkulieren Fohlins Werke hauptsächlich über regionale schwedische Häuser – darunter Kalmar Auktionsverk, Garpenhus Auktioner und Auctionet. Mit 11 auf Auctionist verzeichneten Objekten und Spitzenpreisen um 1.905 SEK repräsentiert er eine Strömung der schwedischen Regionalmalerei, die ein beständiges lokales Interesse genießt. Sammler, die sich für die Figuration Smålands aus der Mitte des Jahrhunderts interessieren, finden hier ein Werk, das aufmerksame Betrachtung belohnt.