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KünstlerNorwegiangeb.1863–gest.1893

Gunnar Berg

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Gunnar Berg wurde am 21. Mai 1863 auf Svinoya geboren, der kleinen Insel, die den historischen Kern von Svolvaer im Lofoten-Archipel bildet. Sein Vater, Lars Thodal Walnum Berg, war ein wohlhabender Kaufmann und Landbesitzer, und Gunnar war das älteste von zwölf Kindern. Dieser komfortable Hintergrund ermöglichte ihm Zugang zu einer Ausbildung, von der die meisten norwegischen Künstler seiner Generation nur träumen konnten. Zwischen 1875 und 1881 besuchte er die Trondheimer Domschule und nahm nebenbei Privatunterricht in Zeichnen und Malen bei dem Künstler H.J. Nicolaysen, bevor er eine Ausbildung an einer Handelsschule in Bergen absolvierte.

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1883, im Alter von zwanzig Jahren, reiste Berg nach Düsseldorf, um sich an der Kunstakademie einzuschreiben. Die Düsseldorfer Schule war damals die dominierende Kraft in der skandinavischen akademischen Malerei, geschätzt für ihre disziplinierte Zeichenkunst und ihre Fähigkeit, natürliches Licht mit erzählerischer Überzeugungskraft darzustellen. Berg nahm diese Lehren gründlich auf. Seine frühesten Leinwände tragen die charakteristischen dunklen, bräunlichen Untertöne und das komponierte Drama der Schule, angewendet auf Themen, die er genau kannte: die offenen Boote der Lofoten-Fischer, die grauen Wellen der Norwegischen See und das vertikale Drama der Berge des Archipels, die aus dem Wasser aufsteigen.

Jede Lofoten-Fischersaison brachte Berg zurück nach Svolvaer, wo seine Eltern ihm halfen, ein speziell dafür gebautes Atelier auf Svinoya zu errichten. Diese saisonalen Rückkehr gaben seiner Arbeit eine Qualität, die rein im Atelier arbeitende Maler selten erreichten: Die Figuren der Fischer tragen das spezifische Gewicht und die Haltung von Männern, die tatsächlich auf diesen Gewässern arbeiteten. Gemälde wie 'Fra Vaterfjord' (1886), das sich heute im Rathaus von Svolvaer befindet, und 'Femboring i storm' demonstrieren seine Fähigkeit, die Spannung zwischen dokumentarischer Treue und echter malerischer Atmosphäre zu halten.

Sein ambitioniertestes Werk ist 'Trollfjordslaget' (Die Schlacht von Trollfjord), fertiggestellt 1890. Das Gemälde erinnert an eine reale Auseinandersetzung, die sich in diesem Winter im engen Trollfjord ereignete, als kleine offene Fischerboote, gerudert von traditionellen Fischern, erfolgreich der Invasion von dampfbetriebenen Schiffen von Fischhändlern widerstanden. Berg strukturierte das Werk im Format eines siebenteiligen Altarbildes, mit einer großen zentralen Komposition, die von drei kleineren Tafeln auf jeder Seite flankiert wird, alles innerhalb eines geschnitzten Rahmens seines eigenen Designs. Das Gemälde wurde ursprünglich für die Ratskammer von Svolvaer in Auftrag gegeben und bildet heute das Herzstück der Galleri Gunnar Berg in Svolvaer, die die weltweit größte Sammlung seiner Werke beherbergt.

Berg starb am 23. Dezember 1893 im Alter von nur dreißig Jahren in Berlin. Er war kaum ein Jahrzehnt als arbeitender Maler tätig, doch das von ihm hinterlassene Werk ist auffallend kohärent: fast siebzig Ölgemälde und zahlreiche Skizzen, fast alle Lofoten und seinen Menschen gewidmet. Sein Grab befindet sich in der Familiengruft auf der Insel Gunnarholmen im Hafen von Svolvaer. Auf Auktionen erscheinen seine Werke hauptsächlich über Grev Wedels Plass Auksjoner, wo 'Femboring i storm' für 58.000 NOK und 'Fiskevær, Lofoten 1888' für 42.000 NOK verkauft wurden.

Bewegungen

Dusseldorf SchoolRealismNaturalism

Medien

Oil on canvas

Bemerkenswerte Werke

Trollfjordslaget (The Battle of Trollfjord)1890Oil on canvas
Fra Vaterfjord1886Oil on canvas
Femboring i stormOil on canvas
Fiskevær, Lofoten1888Oil on canvas

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