
KünstlerFaroese-Danish
Gunleif Grube
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Geboren 1947 in Skála, einem kleinen Dorf auf den Färöer-Inseln, wuchs Gunleif Grube an einem Ort auf, an dem das Wetter des Atlantiks und die scharfen Kontraste der nordatlantischen Landschaft einfach der Hintergrund des täglichen Lebens waren. 1959 zog er nach Dänemark und ließ sich schließlich in Kopenhagen nieder, wo er seit Jahrzehnten lebt und arbeitet. Sein Debüt gab er 1980 bei K.E. in Dänemark, der Beginn einer Karriere, die seine Werke in einige der sichtbarsten Ausstellungsräume Europas trug.
Grube arbeitet in mehreren kreativen Disziplinen. Er ist Maler, Grafiker, Texter und Komponist, eine Kombination, die seinen visuellen Werken eine unverkennbar performative Ladung verleiht. Seine Gemälde sind keine illustrativen Übungen – sie sind existenzielle Untersuchungen. Ein wiederkehrendes Motiv ist die einsame menschliche Figur, die in einem leeren, undefinierten Raum schwebt. Die Gesichter auf seinen Leinwänden sind bewusst verschwommen oder verzerrt, die Züge unleserlich. Was stattdessen spricht, ist der Körper, die Geste, das Gewicht der Farbe. Er arbeitet in Impasto, trägt die Farbe dick und physisch auf die Oberfläche auf, und seine Palette ist intensiv – besonders Rottöne tragen eine dämonische, viszerale Energie.
Kritiker haben angemerkt, dass sein Expressionismus nicht in nostalgischem Sinne auf die deutsche Tradition zurückblickt. Es ist etwas Roheres, Dringlicheres, das aus demselben psychologischen Territorium wie Francis Bacon oder Georg Baselitz schöpft, ohne einen von beiden zu imitieren. Grube hat die Gemälde als Untersuchung der Komplexität des inneren Menschen beschrieben – eine Suche, die im Bild selbst keine einfache Auflösung findet, die der Betrachter aber durch Farbe und Präsenz spüren muss.
Die Tiefe seiner Ausstellungsgeschichte spiegelt einen Maler wider, der durchweg auf internationaler Ebene tätig war. Er hat im Färöischen Kunstmuseum, im Vendsyssel Kunstmuseum, im Frederikshavn Kunstmuseum, im Fanø Kunstmuseum, im Statens Museum for Kunst, im Kunstindustrimuseet und im Oldenburger Stadtmuseum in Deutschland ausgestellt. Seine internationale Reichweite erstreckte sich auf den Grand Palais in Paris, Le Genie de la Bastille, die Große Kunstausstellung in Düsseldorf und die Galerie Château de Burglinster in Luxemburg. Er hat auch mehrere Künstlerbücher veröffentlicht und war Gegenstand von Fernsehporträts. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Dänemark, Schweden, Norwegen, auf den Färöer-Inseln, in den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den USA, Japan, Luxemburg und China. Er ist Mitglied des BKF, des Dänischen Malerverbands.
Seine Druckgrafik verläuft parallel zu seiner Malpraxis. Lithografien wie 'Hr. Blues' (2014), 'Røde drømme' (2009), 'Fantasikungen' und die 'Love Poem'-Serie zeigen die gleiche figurative Intensität, komprimiert in das Druckmedium. Auf Auktionen erscheint seine Arbeit regelmäßig bei skandinavischen Häusern, wobei Bruun Rasmussen und Svendborg Auktionerne seine häufigsten Marktplätze sind. Verzeichnete Preise haben 6.000 DKK für Öl auf Leinwand-Porträts aus dem Jahr 1995 erreicht, während Lithografien zu zugänglicheren Preisen gehandelt werden. Die Gesamtzahl von 12 dokumentierten Objekten in nordischen Auktionshäusern bestätigt eine konsistente Präsenz auf dem Sekundärmarkt.