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KünstlerNorwegian

Gundersen, Gunnar S.

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Gunnar S. Gundersen wurde am 25. Dezember 1921 in Førde, in der Region Sogn og Fjordane im Westen Norwegens, geboren und starb am 16. Januar 1983. Er gilt als eine der zentralen Figuren der norwegischen Nachkriegsmoderne und als einer der wenigen skandinavischen Künstler, die konsequent in der Tradition der Konkreten Kunst arbeiteten.

Seine formale Ausbildung begann er an der Statens Håndverks- og Kunstindustriskole (SHKS) in Oslo und setzte sie an der Statens Kunstakademi fort, wo er in den Jahren unmittelbar nach der Befreiung Norwegens unter Aage Storstein studierte. Ausgedehnte Studienaufenthalte in Paris erwiesen sich als prägend und verbanden ihn mit den europäischen Strömungen der geometrischen Abstraktion. Er lernte die Werke von Auguste Herbin, Serge Poliakoff und Victor Vasarely kennen und schöpfte besondere Inspiration aus dem dänischen konkreten Maler Richard Mortensen – und reihte sich damit neben Olle Bonniér und Olle Bærtling in Schweden als nordischer Vertreter dieser Disziplin ein.

Gundersen debütierte 1947 auf der Norwegischen Herbstausstellung (Høstutstillingen) mit einem Gemälde und zwei Radierungen. Drei Jahre später hatte er seine erste Einzelausstellung im Kunstnerforbundet in Oslo. Ab den 1950er Jahren entwickelte er eine vollständig nicht-figurative Formensprache, die auf präzise abgegrenzten geometrischen Farbflächen basierte, und entwickelte sich später zu seiner sogenannten Iris-Technik – einer Methode zur Erzeugung sanfter chromatischer Übergänge, die der Oberfläche des Werkes eine leise metallische Leuchtkraft verlieh.

Malerei und Druckgrafik liefen während seiner gesamten Karriere parallel. Er schuf eine umfangreiche Serie von Serigrafien und Siebdrucken neben seinen Öl- und Acrylgemälden. Ein bedeutender Teil seines Schaffens bestand aus großformatigen Wandgemälden, die für öffentliche Gebäude in Norwegen in Auftrag gegeben wurden und zwischen 1950 und 1980 entstanden, und die sein ambitioniertestes räumliches Denken widerspiegeln.

Seine Werke wurden beim Bergen Festival und 1968 auf der Biennale von Venedig gezeigt, eine der bedeutendsten internationalen Anerkennungen seiner Karriere. Werke von Gundersen befinden sich in der Sammlung des Nasjonalmuseet in Oslo, das Gemälde, Zeichnungen und Drucke aus seinem gesamten Schaffensleben dokumentiert. Im Jahr 2018 eröffnete die Gunnar S. Galleriet in Høyanger – der Gemeinde im Westen Norwegens, in der er prägende Jahre verbrachte – und beherbergt rund dreißig Werke aus der Zeit von etwa 1950 bis 1980.

Auf Auktionen erzielten Gundersens Kompositionen bis zu 850.000 NOK, wobei seine Leinwände aus den 1950er und frühen 1960er Jahren zu den gefragtesten gehören. Der Großteil seiner Auktionspräsenz konzentriert sich auf norwegische Auktionshäuser, insbesondere Grev Wedels Plass Auksjoner und Blomqvist.

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Medien

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