GU

MarkeItalian

Gucci

43 aktive Artikel

Gucci wurde 1921 in Florenz von Guccio Gucci gegründet, einem Lederhandwerker, dessen prägende Jahre in den Luxushotels Londons und Paris ihm ein tiefes Verständnis für den Geschmack der europäischen Aristokratie vermittelt hatten. Aufbauend auf lokaler florentinischer Handwerkskunst und der visuellen Sprache der Reitkultur eröffnete Gucci seinen ersten Laden in der Via della Vigna Nuova, der importiertes Gepäck und handgefertigte Lederwaren verkaufte. Die Motive von Sattel, Zaumzeug und Steigbügel, die diese frühen Produkte prägten, blieben jahrzehntelang zentral für die visuelle Identität des Hauses.

Die Nachkriegszeit brachte einige der beständigsten Designs des Hauses hervor. 1947, als Leder in Europa knapp war, entwickelte das Atelier einen Handtaschenhenkel aus erhitztem und lackiertem japanischem Bambus. Das Ergebnis war die Bamboo Bag, ein Stück, das in etwa dreizehn Stunden gefertigt und so vollendet wurde, dass kein Henkel dem anderen glich. Sein strukturelles Einfallsreichtum und seine stille Eleganz zogen Filmstars und Könighäuser in ihren Bann, und die Tasche ist seitdem ununterbrochen in Produktion. In den 1950er Jahren wurde auch der Gucci Loafer eingeführt, ein Mokassin mit einer charakteristischen Metall-Kandaren-Schnalle, der zu einer der meistkopierten Schuhsilhouetten des zwanzigsten Jahrhunderts wurde.

Unter der Leitung der Söhne des Gründers Guccio, insbesondere Aldo Gucci, expandierte das Haus in den 1960er und 1970er Jahren nach New York, London, Paris und Tokio. Das Doppel-G-Monogramm, abgeleitet von den Initialen des Gründers, wurde auf ein beschichtetes Canvas aufgebracht, das der Marke in einer Ära des wachsenden internationalen Reiseverkehrs und des Strebens nach Status sofortige Wiedererkennbarkeit verlieh. Diese Periode sah auch die Einführung des grün-rot-grünen Webstreifens, eines weiteren Motivs aus der Welt des Reitsports.

Das Haus trat in den 1980er und frühen 1990er Jahren in eine Phase der Turbulenzen ein, als Familienstreitigkeiten die Führung zersplitterten und die Marke durch übermäßige Lizenzierung verwässerten. Eine entscheidende Transformation erfolgte Mitte der 1990er Jahre, als Tom Ford, der mit dem Vorstandsvorsitzenden Domenico De Sole zusammenarbeitete, Gucci als Synonym für schillernden, körperbetonten Glamour neu positionierte. Alessandro Michele, 2015 zum Kreativdirektor ernannt, vollzog einen ebenso dramatischen Schwenk hin zu einem maximalistischen, genderfluiden Romantizismus, bevor er 2022 ausschied. Gucci gehört heute zum französischen Luxuskonglomerat Kering.

Auf Auktionen nimmt Gucci eine beständige Position auf dem Sekundärmarkt für Vintage-Mode und Accessoires ein. Frühe Taschen mit Bambushenkeln, GG-Canvas-Stücke aus der Zeit vor den 1980er Jahren und Artikel mit dokumentierter Prominenten-Provenienz erzielen tendenziell die stärksten Ergebnisse. Nordische Auktionshäuser präsentieren regelmäßig Gucci-Lose in Kategorien wie Handtaschen, Gepäck, Schals und Schmuck, was den breiten skandinavischen Appetit auf investitionswürdige Vintage-Mode widerspiegelt. Mit über 650 Artikeln, die derzeit auf Auctionist gelistet sind, repräsentiert Gucci eine der am aktivsten gehandelten Modemarken auf der Plattform.

Medien

leather goodshandbagsready-to-wearfootwearaccessoriesscarvesjewellery

Bemerkenswerte Werke

Bamboo Bag1947leather and bamboo
Gucci Loafer (Horsebit)1953leather and metal
GG Canvas1964coated canvas with leather trim
Jackie Bag1961leather
Dionysus Handbag2015leather

Aktuelle Artikel

Top-Kategorien

Auktionshäuser