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Gösta Werner

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Gustaf „Gösta“ Werner wurde am 30. Mai 1909 in Örnsköldsvik geboren, doch das Meer holte ihn, bevor die Kunst es tat. Nach Abschluss seiner Schulzeit heuerte er als Seemann an, erwarb 1935 sein Kapitänszeugnis und legte 1944 eine meteorologische Prüfung ab. Diese professionelle Distanz zu Land, Himmel und Wasser prägte stillschweigend alles, was er später auf die Leinwand brachte.

Er kam spät und nach seinen eigenen Bedingungen zur Malerei. Mit fünfunddreißig Jahren schrieb er sich an Isaac Grünewalds Malschule in Stockholm ein, wo er von 1944 bis 1947 studierte, bevor er zur Académie Libre und dann nach Paris wechselte, wo er 1949 unter dem kubistischen Theoretiker André Lhote studierte. Die Pariser Jahre drängten ihn zu Struktur und Geometrie, doch was sein Auge fesselte, blieb das offene Meer. In den frühen 1950er Jahren gab er die Figuration fast vollständig auf, und die Periode von 1953 bis 1954 wurde, nach seiner eigenen Darstellung, zu einer Befreiung: Konkretismus ersetzte kubistische Konstruktion, und die Farbe begann, das volle Gewicht des Ausdrucks zu tragen.

1961 gehörte er zu den Gründern von Aktiv Färg, einem losen Bündnis schwedischer Maler, die sich der Wiedereinführung chromatischer Intensität in eine vorsichtig gewordene Malkultur verschrieben hatten. Die Gruppe war kurzlebig, doch ihr Zweck entsprach Werners eigenen Instinkten: Er arbeitete in Feldern gesättigter Farbe, die über oder neben Textfragmenten, Schiffsnamen, Kompasspunkten und schwer lesbaren Hafennamen lagen. Diese „Marine-Collagen“, wie Kritiker sie bald nannten, ließen die Grenze zwischen abstrakter Komposition und angesammeltem maritimen Gedächtnis verschwimmen.

Sein Durchbruch kam langsam. Ende der 1950er Jahre kaufte er ein Sommerhaus in Örnahusen auf Österlen, und die Halbinsel wurde zu seiner ständigen Arbeitsbasis. Öffentliche Anerkennung erlangte er erst in seinen Siebzigern, danach wurde Bukowskis in Stockholm zum primären Auktionsmarkt für seine Werke. Er schuf zwei grafische Mappen, die Lieder von Evert Taube illustrierten, Editionen, die weite Verbreitung fanden und ihn mit einem breiteren schwedischen Kulturpublikum verbanden. Er starb am 13. November 1989 in Simrishamn, und das Konstmuseet Gösta Werner och Havet, untergebracht in einem ehemaligen Badehaus am Strandvägen, wurde vier Jahre später eröffnet. Seine Werke sind im Nationalmuseum und im Moderna Museet in Stockholm vertreten.

Bewegungen

ConcretismAbstract ExpressionismAktiv Färg

Medien

Oil on canvasLithographyDrawingSculpture

Bemerkenswerte Werke

Visor av Evert Taube (graphic portfolio)
Komposition med sjunkande skepp
Sjöslag
Jungfruresan

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