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Gösta Bohm

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Gösta Bohm verbrachte die prägendsten Jahre seiner Ausbildung tausende Kilometer von seinem Geburtsort entfernt, in den Ateliers und Akademien Dresdens. Er war in der Kirchengemeinde Idenor im schwedischen Gävleborg aufgewachsen, einer Landschaft aus Wasser, Wald und arbeitenden Häfen, die auf seinen Leinwänden im Laufe seines Lebens immer wiederkehren sollte. Doch erst in Deutschland, wo er in den frühen 1920er Jahren unter dem Bildhauer und Maler Richard Guhr an der Akademie für Angewandte Kunst in Dresden studierte, entwickelte er die technische Bandbreite und das formale Vokabular, das sein reifes Werk auszeichnet.

Geboren am 17. Dezember 1890 als Gustaf Adolf Bohm, arbeitete er zwischen 1911 und 1917 als Dekorationsmaler und bildete sich autodidaktisch in der Kunst weiter. Nach einer ersten Phase in Berlin, in der er sich mit der deutschen Kunstszene vertraut machte, zog er nach Dresden, wo er während seiner wichtigsten Ausbildungsjahre blieb. Die dortige Kultur der figurativen Malerei und der angewandten Dekoration hinterließ deutliche Spuren. Werke aus dieser Zeit, darunter Aktstudien und Stadtszenen, tragen die konzentrierte Zeichnerkunst eines in einem disziplinierten akademischen Umfeld arbeitenden Künstlers.

Zurück in Schweden entwickelte Bohm eine Praxis, die Porträts, Landschaften und Figurenbilder umfasste. Sein Frühwerk besaß, was schwedische Quellen als romantische, naiverische Qualität beschreiben, wobei nordisch-schwedische Szenen und Hafenthemen vorherrschten. In den 1940er Jahren wandte er sich der Monotypie zu und entwickelte einen persönlichen Ansatz für dieses Medium, der zwischen abstrakten Bildern und biblischen Themen schwankte. Dies wich schließlich einer konstruktiveren, geometrischen Empfindsamkeit in seinem späteren Werk. Er arbeitete auch ausgiebig in der Lackmalerei.

Sein bedeutendster öffentlicher Auftrag kam Mitte der 1950er Jahre, als er einen Wettbewerb zur Gestaltung des Badehauses in Hudiksvall gewann. Anschließend schuf er das große Glasmosaik mit dem Titel "Havet-Solen" (Das Meer – Die Sonne) für die Sporthalle von Hudiksvall, das zwischen 1954 und 1958 entstand. Er trug auch dekorative Werke zur Kirche und zu Schulen in Hudiksvall bei. Zur Zeit des Auftrags für die Sporthalle zeigte er eine Retrospektive von rund 300 Werken. Seine Frau war die Künstlerin Marthe Bohm.

Er starb am 15. Februar 1981, nachdem er die meiste Zeit seines langen Lebens in und um Hudiksvall gearbeitet hatte. Auf Auktionen erscheinen seine 34 registrierten Lose überwiegend bei regionalen schwedischen Auktionshäusern, wobei Hälsinglands Auktionsverk den größten Anteil ausmacht, gefolgt von Falun Auktionsbyrå. Zu den Spitzenergebnissen gehören ein Öl auf Tafel mit dem Titel "Solbad" (1940) für rund 2.205 EUR, eine Ansicht der Hudiksvaller Kirche aus dem Jahr 1946 für 950 EUR und eine Mixed-Media-Arbeit "Påskmorgon" für 3.112 SEK. Gemälde dominieren sein Auktionsprofil, obwohl auch Drucke, Radierungen und ein Terrakotta-Relief unter seinen Losen erscheinen.

Bewegungen

Nordic RealismNew ObjectivityConstructivism (late work)

Medien

Oil on panelOil on canvasMonotypeDry needle engravingWatercolourLacquer paintingGlass mosaicTerracotta

Bemerkenswerte Werke

Havet-Solen (The Sea - The Sun)1954Glass mosaic
Solbad1940Oil on panel
Motiv Hudiksvalls kyrka1946Oil on panel
PåskmorgonMixed media
VraketOil painting

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