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Göran Malmwall

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Göran Malmvall wurde 1917 in Berghem, Schweden, als jüngster Sohn von Karl Andersson, dem Gründer der Möbelfabrik Karl Andersson & Söner in Huskvarna, geboren. Er wuchs auf dem elterlichen Bauernhof mit zehn Geschwistern auf, verbrachte aber so viel Zeit in der Fabrik, dass er als Junge angeblich dort schlief. Mit 17 Jahren übernahm er bereits die Rolle des Vorarbeiters in der Produktion und wurde schließlich Fabrikleiter – ein Werdegang, der ihn für den größten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts in den Mittelpunkt der schwedischen Handwerksmöbelproduktion stellte.

Obwohl Malmvall als Designer weitgehend Autodidakt war, studierte er bei Carl Malmsten, dem Titanen der schwedischen Möbelpädagogik, dessen Einfluss auf Proportion, Materialechtheit und Holzverbindungen in Malmvalls Gesamtwerk spürbar ist. Er brachte in dieses Fundament die praktische Beherrschung von Holz durch einen Handwerker ein – insbesondere von Kiefer und Birke –, die seine Entwürfe technisch solide und visuell stimmig machte. Bis 1982 blieb er als Designer für Karl Andersson & Söner tätig.

Seine beständigsten Beiträge leistete er durch drei unterschiedliche Kollektionen. Die Serie Sportstugemöbler, produziert zwischen 1936 und 1955, wurde für die schwedische Landhauskabine entworfen, mit einer reduzierten Einfachheit, die den skandinavischen Minimalismus vorwegnahm, bevor dieser zu einer Stilrichtung wurde. Svensk Fur ('Schwedische Kiefer') erweiterte diese Ausdrucksform auf Schaukelstühle, Bänke und Sofas aus Massivholz, mit einer unprätentiösen Direktheit, die sie seitdem auf dem Sekundärmarkt im Umlauf hält. Das Schranksystem KA72, das 1972 eingeführt wurde, repräsentierte eine modularere, büronahe Ästhetik: eine vollständig anpassbare Aufbewahrungseinheit mit Türen aus Massivholz oder Glasfronten, die ihren Weg in Botschaften, Institutionen und Privathäuser in ganz Schweden und darüber hinaus fand.

Malmvalls Werk gehört dem breiteren Strom des schwedischen demokratischen Designs an, der auf der Idee beruht, dass gut gemachte Möbel nicht nur für die Reichen, sondern für jeden, der ein Zuhause oder eine Hütte im Wald einrichtet, zugänglich sein sollten. Seine Stücke werden heute in ganz Europa und Nordamerika gesammelt und erscheinen regelmäßig auf Auktionen und in Designgalerien. Er starb im Jahr 2001.

Bewegungen

Scandinavian ModernSwedish GraceDemocratic Design

Medien

Pine furnitureBirch furnitureCabinet making

Bemerkenswerte Werke

Sportstugemöbler series1936pine furniture
Svensk Fur series1940pine furniture
KA72 cabinet system1972wood cabinetry
Svitjod seriesfurniture

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