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Göran Malmvall
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Göran Malmvall (1917-2001) wuchs im Möbelhandel auf. Sein Vater, Karl Andersson, hatte 1898 Karl Andersson & Söner gegründet und baute robuste Haushaltsmöbel im Dorf Berghem, zwischen Huskvarna und Gränna in Småland. Als jüngster Sohn trat Göran früh in die Werkstatt ein und war von den späten 1930er Jahren bis zu seinem Ruhestand 1982 der wichtigste hauseigene Designer des Unternehmens.
Seine formale Ausbildung erhielt er bei Carl Malmsten, dem schwedischen Möbelerzieher, dessen Beharren auf Materialechtheit eine ganze Generation skandinavischer Designer prägte. Malmvall nahm diese Prinzipien auf, setzte sie aber mit einer ihm eigenen Direktheit um.
Das Werk, das seinen Ruf begründete, ist die Serie Svensk Fur („Schwedische Kiefer“), eine Kollektion von Stühlen, Tischen, Bänken und Essgarnituren aus Massivkiefer. Diese ab den 1940er Jahren entworfenen Stücke bewegen sich irgendwo zwischen der rustikalen Sportstugembler-Tradition und dem aufkommenden skandinavischen Modernismus der Nachkriegsjahre.
Neben Svensk Fur entwickelte Malmvall die Serie Svitjod und das Schrank-System KA72, das 1972 eingeführt wurde. Als vollmodulare Aufbewahrungslösung ist das KA72 noch in Produktion und gilt als moderner Klassiker des schwedischen Möbeldesigns. In den 1950er Jahren entwarf er auch für IKEA.
Auf dem Auktionsmarkt sind 108 Lose verzeichnet. Aufbewahrungsmöbel und Schränke machen den größten Anteil aus, gefolgt von Stühlen und Tischen. Ein Paar Svensk Fur Sessel erzielte 18.621 SEK, ein Kiefernbüro erreichte 15.000 SEK und ein KA72 Sideboard brachte 5.650 SEK.