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Georg Stoopendaal
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Georg Vilhelm Stoopendaal wurde am 13. Dezember 1866 in Jönköping geboren, einer Stadt an den Südufern des Vätternsees, die eher für ihre Industrie als für ihre Künstler bekannt war. Ohne formale Ausbildung baute er eine visuelle Sprache durch anhaltende Beobachtung der schwedischen Landschaft und, entscheidend, durch jahrelange Arbeit als professioneller Illustrator auf.
In den frühen 1890er Jahren trug Stoopendaal Zeichnungen zu Ny illustrerad tidning bei, einer der führenden illustrierten Zeitschriften Schwedens der damaligen Zeit. Zwischen 1893 und 1898 arbeitete er in den Vereinigten Staaten, wo seine Fähigkeiten als Illustrator ein neues Betätigungsfeld fanden: Er dokumentierte amerikanische Ureinwohner und trug zu amerikanischen Publikationen bei. Diese transatlantische Periode erweiterte sein Themenspektrum erheblich und setzte ihn visuellen Traditionen aus, die weit außerhalb des schwedischen ländlichen Realismus lagen, mit dem er aufgewachsen war.
Nach seiner Rückkehr nach Schweden ließ sich Stoopendaal als Maler nieder, der hauptsächlich in Öl arbeitete. Er wurde vor allem für zwei Motivtypen bekannt: das Arbeitspferd in ländlichen Umgebungen und die Küsten- und Binnenlandschaften von Bohuslän an Schwedens Westküste. Seine Pferdegemälde tragen eine Qualität unaufgeregter Aufmerksamkeit – die Tiere sind mitten in der Arbeit eingefangen, oft im Winterlicht, ohne Sentimentalität. Seine Bohuslän-Landschaften greifen die besondere Qualität des westschwedischen Lichts auf Felsen und Wasser auf, ein Motiv, das viele Maler seiner Generation anzog.
1921 zogen Georg und seine Frau Anna – selbst Malerin – nach Hindås in Västergötland, einer kleinen Gemeinde, die für die verbleibenden Jahrzehnte ihrer Karrieren ihre Basis wurde. Die Familie gehörte einem breiteren künstlerischen Netzwerk an: Sein Bruder Daniel war mit Jenny Nyström verheiratet, der Illustratorin, deren Weihnachtsbilder die schwedische populäre visuelle Kultur über Generationen prägten, und sein Bruder Ferdinand war ebenfalls Maler. Ihr Sohn Wilhelm, bekannt als Mosse, wurde ein anerkannter Naturmaler.
Stoopendaals Werke fanden Eingang in die Sammlungen des Nationalmuseums in Stockholm und des Göteborgs Konstmuseums, was seiner Karriere die institutionelle Anerkennung verschaffte, die autodidaktische Maler seiner Zeit selten erreichten. Er illustrierte auch mehrere Bücher und trug seine im Zeitschriftenwerk verfeinerte Zeichenkunst in umfangreichere Verlagsprojekte ein. Er starb am 27. Januar 1953 in der Gemeinde Björketorp, Grafschaft Älvsborg.
Auf der Plattform Auctionist sind 13 Werke von Stoopendaal verzeichnet, alle über schwedische Auktionshäuser, darunter Ekenbergs, Metropol, Stockholms Auktionsverk Göteborg und Göteborgs Auktionsverk. Die Werke sind ausschließlich Gemälde und Zeichnungen, wobei Öl auf Leinwand dominiert. Sein höchstes Ergebnis auf der Plattform sind 2.000 SEK für eine Serie von vier Weihnachtskartendesigns in Mischtechnik, gefolgt von 1.860 SEK für ein Pferdefuhrwerk-Gemälde mit dem Titel "Hästfora" aus dem Jahr 1943. Landschaftsmotive, darunter Kirchtürme und landwirtschaftliche Szenen, runden die Auktionsrekorde ab und spiegeln die Bandbreite ländlicher und figurativer Themen wider, die sein Schaffen definieren.