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Fridtjof Sejersen
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Fridtjof Sejersen (1913-1992) war ein dänischer Studiokeramiker, der von Anfang der 1940er Jahre bis 1978 seine eigene Werkstatt, Sejer Keramikfabrik, in Nørre Aaby auf der Insel Fünen betrieb. Unter dem Zeichen „Sejer Unic“ produzierte er eine bewusst limitierte Auflage von vollständig handgefertigten Steinzeugobjekten – Vasen, Schalen und vor allem Tischlampen –, die ihn fest in der Tradition der dänischen Studiokeramik der Mitte des Jahrhunderts verankern.
Sejersens Lampen sind seine am meisten gesammelte Form. Gefertigt aus schamottreichem Steinzeug und gebrannt mit Glasuren, die von tiefem Kobaltblau und warmem Bernstein bis zu mattem Braun und durchscheinendem Gelb reichen, ist jedes Stück ein Unikat, das sich in Profil, Textur und Farbe unterscheidet. Charakteristische Formen sind hohe Trompetenformen und gedrungene zylindrische Körper mit organischer Oberflächenmodellierung; kein Stück gleicht dem anderen. Die handwerkliche Qualität ist bewusst und sichtbar: Daumenabdrücke im Tonkörper, kontrolliertes Krakelee in der Glasur und eine allgemeine Erdverbundenheit, die das Werk von der Fabrikproduktion unterscheidet.
Der Standort des Ateliers auf Fünen verbindet Sejersen mit einer breiteren Tradition der dänischen Provinzkeramik, die sich von der industriellen Produktion der großen Kopenhagener Hersteller unterscheidet. Seine Arbeit wird manchmal als brutalistisch im Charakter beschrieben, ein Begriff, der die rohen, taktilen Oberflächen und die Ablehnung dekorativer Glätte widerspiegelt und nicht eine formale architektonische Ausrichtung.
Sejer Keramik-Stücke tragen eine eingeprägte Marke auf dem Sockel und werden heute regelmäßig von Sammlern skandinavischen Designs der Mitte des Jahrhunderts gesucht. Seine Lampen sind auf Auktionen in Dänemark und Schweden erschienen.
Auf Auctionist wird Sejersen exklusiv durch Palsgaard Kunstauktioner vertreten, wo alle 33 Lose verkauft wurden. Seine Tischlampen aus Steinzeug sind die dominierende Form im Katalog, mit Spitzenzuschlagspreisen von bis zu 1.741 EUR und konstanten Ergebnissen im Bereich von 1.700–4.800 SEK für einzigartige Schamott- und glasierte Steinzeugbeispiele.