
KünstlerDanishgeb.1886–gest.1969
Frank Hammershøj
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Geboren 1940 in Assens auf Fünen, verbrachte Frank Hammershøj praktisch sein ganzes Leben in der Landschaft und den Gemeinden seiner Heimatregion. Er studierte von 1957 an am Det Fynske Kunstakademi unter Kaj Kylborg und hatte 1960 seine Debütausstellung. Viele Jahre arbeitete er ohne besondere institutionelle Aufmerksamkeit und malte beständig in einem Haus in Bogense an der nordfünsischen Küste, ließ einzelne Werke sich ansammeln und für sich selbst sprechen, anstatt eine Galerieraumvertretung anzustreben.
Seine Malerei wurzelt in der Beobachtung, ist aber nicht durch sie eingeschränkt. Kompositionen bewegen sich zwischen Figuration und lockereren, abstrakteren Passagen, wobei die Farbe viel von der emotionalen Last trägt. Das besondere Licht auf Fünen, sein flaches Agrarland im Landesinneren und die graue Nähe der Meerenge ziehen sich durch das Werk, ohne dabei malerisch zu sein. Hammershøj malte, was ihn in jedem gegebenen Moment beschäftigte – Landschaften, Figuren, Porträts, Stillleben – und behandelte die Leinwand eher als tägliche Übung denn als Anlass.
Aufträge für öffentliche und kirchliche Räume brachten seine Arbeit über das Atelier hinaus. Er schuf Altartafeln und Dekorationen für die Vollsmose Kirke, steuerte Werke zum Fynsværket bei und vollendete 2011, zwei Jahre vor seinem Tod, eine Altartafel für die Guldbjerg Kirke. Er war auch im Königlich Dänischen Theater und in der dänischen Botschaft in Kairo vertreten und besaß Werke in der königlich dänischen Sammlung. Königin Margrethe besuchte ihn 2002 in Bogense und erhielt ein Gemälde der Stadt mit dem Titel "Hr. Oluf".
Sein Werk ging in die ständigen Sammlungen des Fyns Kunstmuseum, des Vejle Kunstmuseum und des Fuglsang Kunstmuseum über. 1965 erhielt er das I.W. Larsens Legat, eine frühe Anerkennung, die das Tempo seines Arbeitslebens nicht wesentlich veränderte – er malte weiterhin jeden Tag, unabhängig davon. Er starb im Juli 2013 in Bogense.
Auf Auctionist sind alle 18 katalogisierten Lose von Hammershøj Gemälde, die fast ausschließlich über regionale dänische Häuser angeboten werden: Svendborg Auktionerne macht 15 der 18 Lose aus, während Bruun Rasmussen Aarhus weitere drei abwickelt. Zu den Spitzenverkäufen gehören "Vincent" (2001) für 2.100 DKK und eine Komposition aus dem Jahr 1968 für 1.500 DKK – bescheidene Summen, die sein regionales und nicht sein internationales Marktprofil widerspiegeln. Ein Los ist derzeit noch aktiv.