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Frank Björklund
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Frank Björklund wurde 1960 in Vännäs, Schweden, geboren und wuchs in Härnösand auf. Sein Weg zur Kunst war indirekt: Nach einer desillusionierenden Begegnung mit Militärkultur im Ausland schrieb er sich 1983-84 an der Ålsta folkhögskola in Fränsta ein, wo er Grafik studierte, anstatt seinen Militärdienst abzuleisten. 1985 debütierte er öffentlich als Aussteller in Östersund, und seine frühen Leinwände zeigten bereits den Einfluss, der seine Praxis prägen sollte – den des belgischen Surrealisten René Magritte, dessen disziplinierter, fotorealistischer Ansatz zu unmöglichen Bildern Björklund absorbierte und zu eigen machte.
Björklund arbeitet in einer Tradition des konzeptuellen Surrealismus, die mehr von Magritte abstammt als von der automatischen Schrift oder der traumhaften Auflösung, die mit Dali oder der Pariser Schule assoziiert wird. Anstatt das Unterbewusstsein zu kanalisieren, arbeitet er methodisch Ideen aus – er komponiert Allegorien zuerst als intellektuelle Propositionen und setzt sie dann mit nahezu fotografischer Präzision in Öl auf Leinwand um. Die Titel seiner Werke sind integraler Bestandteil des Erlebnisses: Sie funktionieren als Wortspiele, Rätsel und Einstiegspunkte, die den Betrachter in Bedeutungsebenen führen, die sonst im Bild verschlossen blieben.
1987 erhielt er den Königlichen Schwedischen Kunstpreis von König Carl XVI. Gustaf, eine Anerkennung, die kaum zwei Jahre nach seinem Debüt erfolgte und die Wirkung seiner frühen Arbeit auf die schwedische Kunstszene bestätigte. Seit seiner ersten Ausstellung hat Björklund rund 30 Einzelausstellungen präsentiert und an etwa 20 Gruppenausstellungen in den nordischen Ländern, Europa und Neuseeland teilgenommen. Seine Werke befinden sich in Museumssammlungen, Sammlungen von Kreisräten und zahlreichen Privatsammlungen im In- und Ausland. Er hat sich auch als Illustrator einen Namen gemacht, insbesondere in Ländern, in denen der Surrealismus tiefe kulturelle Wurzeln hat, namentlich in Spanien.
Neben Malerei und Druckgrafik hat Björklund auch Skulpturen aus Wachs, Kunststoff, Silikon und Bronze geschaffen – und seine allegorische Sensibilität in drei Dimensionen erweitert. Seine Drucke, darunter signierte und nummerierte Lithografien sowie handkolorierte Editionen, gehören zu seinen zugänglichsten Werken und werden regelmäßig auf schwedischen Auktionshäusern gehandelt. Die Auktionserwähnungen seiner Werke – 'Bibliofila frestelser', 'Galghumor', 'Fågelperspektiv', 'Anden ur flaskan' – lesen sich wie ein Katalog seiner Anliegen: Witz, Sterblichkeit, Perspektive und der Akt des Sehens selbst.
Björklund repräsentiert einen Strang schwedischer Gegenwartskunst, der international lesbar ist, ohne derivativ zu sein. Er schöpft aus einer etablierten europäischen Tradition – dem fotorealistischen Surrealismus –, setzt diese aber auf eine Weise ein, die spezifische kulturelle und literarische Resonanzen trägt, und seine Weigerung, sich selbst als Künstler im herkömmlichen Sinne zu bezeichnen, ist selbst eine Geste im Duchamp'schen Geist, den er als wesentlichen Einfluss nennt.