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Ewald Dahlskog
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Ewald Albin Filip Dahlskog wurde am 25. April 1894 in Stockholm geboren und zeigte schon früh den weitreichenden Ehrgeiz, der seine Karriere prägen sollte. Als Teenager begann er, Kunstunterricht zu nehmen, und studierte anschließend Malerei und Grafik an der Konstfack, Stockholms Designschule. Nach seinem Abschluss verbrachte er zwei Jahre in Paris und arbeitete als freiberuflicher Maler, Illustrator und Journalist, wo er die Strömungen der europäischen Moderne aufnahm, bevor er nach Schweden zurückkehrte.
Zurück in Stockholm wandte sich Dahlskog der angewandten Kunst zu. 1926 trat er Kosta, der Glashütte in Småland, bei, wo er drei Jahre lang als Glasdesigner tätig war. Diese Erfahrung mit Transluzenz, Oberfläche und Form floss direkt in seine nächste und prägende Rolle ein: 1929 wurde er zum künstlerischen Leiter bei Bo Fajans ernannt, der 1874 gegründeten Keramikfabrik in Gävle. Dort blieb er bis zu seinem Tod im Jahr 1950.
Bei Bo Fajans entwickelte Dahlskog ein Werk, das ihn als einen der markantesten Keramikkünstler seiner Generation positionierte. Seine Vasen, Schalen und Krüge weisen oft eng gerippte oder facettierte Oberflächen auf, ein formales Vokabular, das die Geometrie des Art Déco in dreidimensionale Keramikform übersetzte. Seine Glasurarbeit war ebenso wichtig: die matte vulkanische Textur der "Lava"-Serie, das tief gesprenkelte Grün von "Smaragd" und andere Glasureffekte, die den ansonsten strengen Formen Unvorhersehbarkeit und organische Wärme verliehen.
Er erhielt auf der Stockholmer Ausstellung von 1930 erhebliche kritische Aufmerksamkeit, wo seine geschnitzten Vasen warm rezensiert wurden. Seine Arbeiten wurden auch in Gemeinschaftsausstellungen im Metropolitan Museum of Art in New York gezeigt und gelangten in die Sammlungen des Schwedischen Nationalmuseums für Kunst und Design und des British Museum. Er blieb bis zu seinem Tod am 25. September 1950 in Gävle künstlerischer Leiter von Bo Fajans.
Auf Auktionen werden Dahlskogs Keramiken regelmäßig bei schwedischen Auktionshäusern und Fachhändlern in ganz Skandinavien angeboten. Die Datenbank zeigt 60 Objekte, wobei Keramiken die überwiegende Mehrheit der Lose ausmachen. Zu den Spitzenpreisen gehören ein "Lava"-Krug für 6.199 SEK und eine "Smaragd"-Vase für 6.000 SEK. Gerippte und facettierte Vasen in gutem Zustand mit intakten Glasuren erzielen durchweg die höchsten Preise, wobei die Samlernachfrage durch die Qualität der Bo Fajans-Produktion und Dahlskogs herausragende Stellung in der schwedischen Kunstgewerbegeschichte aufrechterhalten wird.