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Erling Johansson
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Erling Johansson wuchs in Sarvisvaara auf, einer kleinen Siedlung in der Gemeinde Gällivare in Schwedisch-Lappland, wo Meänkieli die Muttersprache war und der laestadianische Glaube das tägliche Leben so streng prägte, dass Malerei, Gesang und Musik verboten waren. Er ging nach Stockholm, um von 1956 bis 1961 am Kungliga Konsthögskolan zu studieren, setzte seine Ausbildung von 1962 bis 1963 an der Kunstakademie in Helsinki fort und unternahm weitere Studienreisen nach Russland, Griechenland und Italien. Die Spannung zwischen seiner Herkunft und seinem gewählten Beruf zog sich durch sein Werk bis an sein Lebensende.
Seine Porträts sind sofort erkennbar: Gesichter und Figuren, zerbrochen in farbige Facetten, die eher die Schichtung des inneren Lebens als ein festes äußeres Erscheinungsbild suggerieren und die Energie jedes Porträtierten als etwas Sichtbares und Malbares behandeln. Er arbeitete mit Öl, Pastell und Druckgrafik – darunter Radierungen und Aquatinten – und schuf auch experimentelle Kurzfilme, darunter „Anima Mundi“ (1967), „Expulsi“ (1970) und „Sagan om Skade“ (2004). Seine öffentlichen Aufträge platzierten monumentale Werke in Stockholm, Kiruna, Malmberget, Haparanda, Boden und Gällivare. Fünfzehn Jahre lang unterrichtete er Porträtmalerei an der Gerlesborgsskolan. 2007 wurde er zum Ehrendoktor der Technischen Universität Luleå ernannt. Er starb am 5. September 2023 in Umeå.
Auf Auktionen erschien Johanssons Werk hauptsächlich bei nordisch-schwedischen Auktionshäusern: Norrlands Auktionsverk, Gomér & Andersson in Linköping, Auctionet und Stockholms Auktionsverk. Selbstporträts und Figurenstudien in Öl erzielen die höchsten Ergebnisse, wobei ein Selbstporträt aus dem Jahr 1993 5.000 SEK und ein Pastellporträt 4.100 SEK einbrachten. Seine Radierungen und Drucke werden ebenfalls regelmäßig gehandelt.