
KünstlerSwedish
Erik Reimhult
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Erik Reimhult wuchs in der Kirchengemeinde Hjorted im Landkreis Kalmar auf, einer ländlichen Ecke Smålands, wo Wälder und Wildtiere Teil des täglichen Lebens waren. Geboren 1915, begann er als Kind, Tiere und menschliche Figuren aus Holz zu schnitzen, eine frühe Gewohnheit, die unmissverständlich auf das hindeutete, was zu einer lebenslangen Berufung werden sollte. Seine formale Ausbildung erhielt er später an der Västervik Bildhuggarskola zwischen 1942 und 1945 und wurde 1957 durch eine Zeit der Zusammenarbeit mit Bror Hjorth in Uppsala ergänzt, einem der markantesten figurativen Bildhauer Schwedens der damaligen Zeit.
Reimhulths bestimmendes Merkmal als Bildhauer war die Bereitschaft, seine Werkzeuge sprechen zu lassen. Anstatt Oberflächen zu glätten und zu verfeinern, um akademische Sauberkeit zu erreichen, entwickelte er eine Technik, die auf der Säge basierte – er nutzte ihre Klinge, um das Holz so zu schneiden, zu formen und zu texturieren, dass der rohe Charakter der Maserung erhalten blieb. Die entstehenden Oberflächen tragen eine bewusste Rauheit, eine visuelle Energie, die zu den von ihm dargestellten Tieren passt: Elche in Bewegung, Füchse wachsam im Unterholz, Hirsche und Wildschweine, die mit einem Gefühl von Gewicht und Präsenz wiedergegeben werden, das polierte Oberflächen gedämpft hätte.
Seine Motive stammten aus denselben Wäldern Smålands, die sein Zuhause umgaben. Dies war nicht nur eine stilistische Wahl, sondern ein Ausdruck echter Vertrautheit – er arbeitete aus genauer Beobachtung, und die Spezifität zeigt sich in Haltung, Proportion und der Art und Weise, wie jedes Stück das Auge fesselt. Die Skulpturen sind selten monumental im Maßstab, aber sie tragen eine Körperlichkeit, die sie in fast jeder Umgebung überzeugend macht.
Reimhult stellte in ganz Schweden aus, mit Einzelausstellungen unter anderem in Karlskrona, Uddevalla, Linköping, Mariestad, Växjö und im Kalmarer Kunstmuseum. Er stellte auch im Naturhistorischen Museum in Stockholm und im Waldmuseum in Gävle aus, Orte, deren wissenschaftliche und ökologische Kontexte seinen Tierskulpturen eine besondere Resonanz verliehen. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 1999 in der Kirchengemeinde Törnsfall außerhalb von Västervik.
Auf Auktionen erscheint Reimhulths Werk hauptsächlich über regionale schwedische Häuser. Auf Auctionist sind alle 19 Objekte in der Datenbank durch Auktionen gegangen, wobei Auktionshuset Thelin & Johansson 15 davon abwickelte – was die starke lokale Verbindung zu Västervik widerspiegelt. Die Werke werden fast ausschließlich als Skulpturen katalogisiert, wobei Elch-, Hirsch- und Fuchs-Motive in den Angeboten immer wieder vorkommen. Die höchsten verzeichneten Preise auf der Plattform erreichen etwa 1.876 SEK, was dem bescheidenen Sekundärmarkt für regionale Holzskulpturen im kleineren Format entspricht. Sein Werk taucht periodisch bei Auctionet und bei spezialisierten Häusern in Kalmar und Norrköping auf.