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Emil Runefjord
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Emil Runefjord (1976-2021) wuchs in Helsingborg auf und verbrachte einen Großteil seines künstlerischen Lebens mit der Malerei der Küste und der Naturlandschaften im Nordwesten Schonens. Die Klippen und das wechselnde Licht des Kullabergs, das Vogelleben am Ufer des Öresunds und die intime Skala einer Vase mit Blumen in einem Fenster waren die Motive, die sich durch sein Werk zogen. Er malte in Öl auf Leinwand und bevorzugte einen naturalistischen Ansatz, der ihn in die lange Tradition schwedischer Pleinair-Maler stellte, die sich von derselben schonischen Küste angezogen fühlten.
Seine formale Ausbildung baute er über zwei Jahrzehnte hinweg Stück für Stück auf. Seine ersten Kurse belegte er 1993 an der Folkuniversitetet in Helsingborg und kehrte 1999-2000 zurück, um dort das Programm der Kunstlinie zu studieren. Sein Debüt gab er im Frühjahr 2000 auf der jury-ausgewählten Vårsalongen im Vikingsbergs Konstmuseum in Helsingborg, eine bedeutende Schwelle für aufstrebende Künstler der Region. Er wurde 2001 und 2005 erneut zugelassen, wobei Jurys, denen hochrangige Persönlichkeiten von Roseum und der Universität der Künste Malmö angehörten, seine Einreichungen bewerteten.
Von 2005 bis 2013 arbeitete er eng mit dem Künstler Hans TB Hansson zusammen, der über fast ein Jahrzehnt hinweg sein Hauptlehrer und Einfluss wurde. Er belegte auch Landschaftsmalkurse bei Bengt Green in den Jahren 2007-2008 und erneut 2013-2015 bei Bosse Blomen Svensson, wodurch er eine kontinuierliche Praxis aufbaute, die sich auf die beobachtende Freilichtmalerei konzentrierte. Seine Motive – Dompfaffen zwischen Ästen, ein Küstenabschnitt am Kullaberg bei rauem Wetter, ein ruhiger Strand bei Ebbe – waren von bescheidener Größe, aber sorgfältig beobachtet.
Er stellte regelmäßig in Gruppenausstellungen in der Region Nordwestschonen aus, unter anderem in der Trollhättan Art Hall und im Yoshio Nakajima Art Center in Raus, Helsingborg. Seine letzte Zulassung zu einer Jury-Ausstellung erhielt er im Juli 2021, nur wenige Wochen vor seinem Tod im Alter von 45 Jahren.
Auf dem Auktionsmarkt erscheinen Runefjords Werke fast ausschließlich über Helsingborgs Auktionskammare, wo alle 20 erfassten Lose verkauft wurden. Die Preise reichten von etwa 550 bis 1.655 SEK, wobei seine Blumenstillleben und Küsten-Ölgemälde die meiste Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die beständige Präsenz bei einem einzigen regionalen Auktionshaus spiegelt sowohl den lokalen Charakter seiner Praxis als auch die Sammlergemeinde wider, die er zu Lebzeiten in Helsingborg aufgebaut hat.