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KünstlerAustriangeb.1855–gest.1930

Emil Barbarini

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Emil Barbarini wurde 1855 in Wien geboren, als Sohn von Franz Barbarini (1804-1873), einem angesehenen Landschaftsmaler und Radierer, der sich seinen Ruf mit alpinen Szenen erworben hatte. Emil lernte sein Handwerk zunächst unter der Anleitung seines Vaters und war eindeutig von dieser Lehre geprägt – doch die Richtung, die er einschlug, unterschied sich stark von dem, was Franz getan hatte. Während der ältere Barbarini in der großen Tradition der österreichischen Landschaftsmalerei arbeitete, wandte sich Emil der Stadt zu, insbesondere ihren Märkten, Menschenmengen und der besonderen Lichtqualität, die zu verschiedenen Tageszeiten durch den städtischen Raum zieht.

Das Thema, zu dem er am beharrlichsten zurückkehrte, war der Blumenmarkt vor der Karlskirche in Wien. Er malte ihn wiederholt, morgens, mittags und im tieferen Licht des Nachmittags, und nutzte die wechselnde menschliche Aktivität des Marktes als Bühne, um atmosphärische Effekte zu studieren. Dieser Ansatz – die gleiche Stätte zu verschiedenen Tageszeiten zu malen, um das Licht von der Komposition zu isolieren – stellt ihn in eine breitere europäische Strömung, zu der auch Monet und Degas gehörten, obwohl Barbarinis Ausrichtung in einem lokaleren, beobachtenden Register verankert blieb. Er reiste auch in die Niederlande und nach Belgien und schuf von diesen Reisen Marktimpressionen, die sein Interesse daran zeigen, wie das nordeuropäische Licht – flacher, anders diffundiert als die österreichische alpine Variante – ein ähnliches Thema verwandelt.

Barbarini arbeitete innerhalb des österreichischen Realismus und absorbierte gleichzeitig Elemente der lockereren, atmosphärischeren Behandlung, die mit dem europäischen Impressionismus des späten neunzehnten Jahrhunderts verbunden ist. Er wird manchmal hauptsächlich als Realist kategorisiert, aber seine ständige Beschäftigung mit Lichtverhältnissen deutet auf einen Maler hin, dessen Instinkte über die reine dokumentarische Darstellung hinausgingen. Er signierte auch einige seiner Werke mit dem Pseudonym E. Rovier, dessen Grund dafür aus den verfügbaren Aufzeichnungen nicht klar hervorgeht.

Seine Werke erschienen zu seinen Lebzeiten regelmäßig bei großen Wiener Auktionshäusern und werden seit seinem Tod im Jahr 1930 weiterhin in Österreich zum Verkauf angeboten. Werke der Wiener Naschmarkt-Serie wurden bei Dorotheum für zwischen 7.000 und 11.000 EUR unter den Hammer gebracht. Ein Öl auf Tafel mit dem Titel "Blumenmarkt" wurde für 8.750 EUR verkauft. Diese Ergebnisse spiegeln ein stetiges, aber gemäßigtes Sammlerinteresse wider, das sich hauptsächlich auf den mitteleuropäischen Markt konzentriert.

In der Auctionist-Datenbank sind 19 Werke von Barbarini verzeichnet, davon 7 derzeit aktiv. Seine Objekte erscheinen fast ausschließlich über zwei Wiener Häuser: im Kinsky (15 Lose) und Dorotheum Wien (4 Lose), was mit einem Markt übereinstimmt, der in seiner Heimatstadt verankert ist. Die erfassten Kategorien sind Gemälde und Dekorationskunst. Der höchste verzeichnete Verkauf in der Datenbank ist "Mühle am Bach" für 3.000 EUR, was darauf hindeutet, dass der aktuelle Markt seine bescheideneren Formate bevorzugt.

Bewegungen

Austrian RealismPost-Impressionism

Medien

Oil on canvasOil on boardOil on panel

Bemerkenswerte Werke

Vienna, Flower Market before the Church of St. CharlesOil on board
The Viennese Naschmarkt in front of St. Charles churchOil
Flower seller in front of the Vienna State OperaOil
Mill by the StreamOil

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