
KünstlerSwedish
Elis Ryberg
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Stockholms Altstadt zeigt sich in Elis Rybergs Gemälden, wie ein Einheimischer sie sieht – nicht als Postkarte, sondern als eine Reihe vertrauter Ecken mit eigenem Gewicht und Licht. Riddarhuset, Stortorget, Slottsbacken, Mamsell Josabeths Treppe auf Södermalm – das sind die Koordinaten eines Stadtlebens, das genau beobachtet und ohne Vorwand gemalt wurde.
Ryberg wurde 1919 in Stockholm geboren und lebte die meiste Zeit seines Lebens dort, bevor er nach Ystad in Südschweden zog, wo er 1985 starb. Er besuchte nie eine Kunstschule. Seine Malerei war autodidaktisch, und diese Tatsache ist im Werk hörbar: Die Perspektive ist leicht abgeflacht, die Figuren bevölkern den Raum mit einer Direktheit, die formale Ausbildung vielleicht weggeschult hätte. Seine Zeichnung ist sorgfältig – die Kompositionen haben eine durchdachte Qualität, nicht die grobe Improvisation, die manchmal mit naiver Kunst assoziiert wird.
Er wird als Naivist klassifiziert, was in der schwedischen Kunstgeschichte einen spezifischen Strom autodidaktischer figurativer Malerei bezeichnet, der bis Mitte des 20. Jahrhunderts reichte. Ryberg nahm 1975 und 1976 an Gruppenausstellungen nordischer Naivisten in Stockholm teil und ordnete sein Werk in diese Konversation ein. Seine Einzelausstellungen in der Galerie S:t Paul in Stockholm 1967, 1970, 1980 und 1981 zeugen von einer aktiven Ausstellungskarriere, die sich über drei Jahrzehnte erstreckt. Er stellte auch international aus, mit Ausstellungen in London in der Upper Street Gallery und in Paris, Biarritz und Florida.
Die Bandbreite der Sammlungen, die seine Werke beherbergen, ist bemerkenswert für einen Künstler, der weitgehend außerhalb institutioneller Kanäle arbeitete. Die Sammlung von H.M. dem König umfasst seine Werke, ebenso wie Statens Konstråd (der Schwedische Kunstrat), das Musee de Remiremont in Frankreich und UNICEF-Büros in New York und Genf. Diese Verbreitung deutet darauf hin, dass seine Anziehungskraft die üblichen Grenzen zwischen schwedischem heimischem Sammeln und internationalen Publikum überschritt.
Auf Auctionist erscheint Rybergs Werk hauptsächlich als Gemälde und Drucke, verkauft über Metropol, Stockholms Auktionsverk und mehrere regionale schwedische Häuser. Sein bestes Auktionsergebnis in der Datenbank sind 10.500 SEK für eine naivistische Komposition in Öl auf Platte. Lithografien, oft aus Auflagen von etwa 360 Exemplaren, erscheinen regelmäßig und erzielen tendenziell Preise im Bereich von 1.800-2.400 SEK.