
KünstlerSwedish
Einar Emland
0 aktive Artikel
Nils Allan Einar Emland wurde am 30. Juni 1916 in Ystad geboren, als Sohn des Steinmetzes Olof Hansson und der Weberin Johanna Hansson. Das Aufwachsen unter bescheidenen Verhältnissen am ländlichen Rand von Ystad hinterließ einen bleibenden Eindruck in seiner künstlerischen Vision. Er baute seinen Namen auf einem Bewusstsein der Arbeiterklasse auf – eine direkte, unverblümte Art, das harte tägliche Leben von Fischern, Landarbeitern und einfachen Menschen entlang der Küsten von Schonen und Bohuslän darzustellen.
Emland bildete sich ausgiebig in ganz Nordeuropa fort. Er studierte an der Skånska målarskolan in Malmö und bei Jules Schyl an der Tekniska skolan, erweiterte dann seine Praxis bei Wilhelm Grüttrud in Oslo und Peter Rostrup Bøyesen in Kopenhagen. Zwischen 1946 und 1951 besuchte er die Académie de la Grande Chaumière in Paris, eine prägende Zeit, die sein Engagement für den europäischen Expressionismus vertiefte, ohne ihn von seinen im Wesentlichen schwedischen Themen abzulenken. Er unternahm auch Studienreisen nach Frankreich und in die Vereinigten Staaten.
Sein reifer Stil zeichnet sich durch dick, stark bearbeitete Farbschichten aus, eine Technik, die seinen Figurenkompositionen ein fast skulpturales Gewicht verleiht. Motive kehren oft wieder: gesichtslose Frauengruppen auf Anlegestellen, Fischerfamilien am Ufer, Landarbeiter auf den Feldern. Kritiker und Gelehrte verglichen seinen Ansatz mit Edvard Munch, Carl Kylberg, Emil Nolde, Camille Corot und Jean-François Millet – Malern, die sein Interesse an der menschlichen Figur, eingebettet in Landschaft und Arbeit, teilten. Der Vergleich mit Millet ist besonders treffend: Beide Künstler fanden Würde und visuelle Kraft in der ländlichen Mühsal.
1948 war Emland einer der Gründer der Arildsgruppen, eines Künstlerkollektivs im Fischerdorf Arild an der Nordwestküste Schonens. Die Gruppe gründete und leitete das Konstnärshuset in Arild, das über viele Jahre zu einem aktiven kulturellen Zentrum wurde, das eine Malschule, Vorträge, Ausstellungen und Konzerte anbot. Emland war von 1959 bis 1963 Direktor des Konstnärshuset, eine Rolle, die sein langjähriges Engagement zum Ausdruck brachte, Kunst aus exklusiven Galerieräumen in das breitere öffentliche Leben zu bringen.
Er nahm im Laufe seiner Karriere an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil und ist in öffentlichen Sammlungen in Ystad, Vänersborg, Helsingborg, Skara und Linköping vertreten. Er starb am 13. August 1994 in Malmö.
Auf Auktionen wird Emlands Werk hauptsächlich über regionale schwedische Häuser in Schonen und entlang der Westküste gehandelt. Die 15 in der Datenbank von Auctionist erfassten Auktionsgegenstände sind allesamt Gemälde, wobei die Top-Verkäufe "Tankar" (425 SEK), "Dans på bryggan" (350 SEK) und "Kvinnor på bryggan" (300 EUR) umfassen. Häuser wie Garpenhus Auktioner, Limhamns Auktionsbyrå und Helsingborgs Auktionskammare machen die Mehrheit der Auftritte aus. Angesichts seiner Produktivität und seiner starken Präsenz in öffentlichen Sammlungen sind die Preise auf regionalen Auktionen tendenziell bescheiden, was seine Werke für Sammler zugänglich macht, die sich für die schwedische figurative Malerei der Mitte des 20. Jahrhunderts interessieren.