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Dan Lindstrand
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Dan Lindstrand wurde 1904 in Göteborg geboren und verbrachte sein ganzes Leben in der Stadt, wo er ein Werk schuf, das eng mit der schwedischen Westküste und ihrem Licht verbunden war. Er gehörte der Generation der Göteborger Maler an, die im Schatten der international bekannteren Koloristen der Zwischenkriegszeit arbeiteten, obwohl er sich als Maler des Meeres und der Blumen eine eigene Nische schuf.
Lindstrand arbeitete fast ausschließlich in Öl auf Leinwand. Seine Meeres- und Küstenszenen – oft mit den felsigen Ufern rund um den Leuchtturm von Vinga am Eingang zum Göteborger Hafen – zeigen ein Gespür für das stimmungsvolle, graugrüne Licht der Nordsee. Wellen, Sturmhimmel und die Silhouetten von Schiffen tauchen häufig in seinem Werk auf und stellen ihn in die Tradition der schwedischen Marinemalerei, die von den Nachfolgern Johan Christian Dahls bis zu den Göteborger Koloristen reicht.
Neben seinem maritimen Werk malte Lindstrand mit beachtlicher Sicherheit Blumenstillleben: Arrangements aus Flieder, roten und gelben Rosen und anderen Gartenblumen vor dunklem oder neutralem Hintergrund. Diese Werke strahlen eine stille Häuslichkeit aus und gehören zu den zugänglichsten seines Schaffens.
Er war der Bruder von Viktor „Vicke“ Lindstrand, dem Glasdesigner, der durch seine jahrzehntelange Arbeit bei Orrefors und Kosta Boda zu einer international bekannten Persönlichkeit wurde. Die beiden Brüder repräsentieren unterschiedliche Zweige der schwedischen visuellen Kultur – Dan als Staffeleimaler, der innerhalb einer regionalen Tradition arbeitete, Vicke als modernistischer Designer, der schwedisches Glas einem weltweiten Publikum näherbrachte.
Dan Lindstrand starb 1904 in Göteborg. Er erreichte nicht das öffentliche Profil seines Bruders, aber seine Gemälde sind seit seinem Tod in stetiger Umlauf auf schwedischen Regionalauktionen geblieben.
Auf Auktionen erscheint Lindstrands Werk hauptsächlich über kleinere schwedische Regionalhäuser. Auf Auctionist sind seine 15 verzeichneten Lose ausschließlich Gemälde, wobei Käufer bei Ekenbergs, Gomér und Andersson in Linköping sowie bei Göteborgs Auktionsverk gefunden wurden. Die Preise sind bescheiden und liegen typischerweise im Bereich von 200–600 SEK, was seine Position als fähiger Regionalmaler mit einer kleinen, aber beständigen Sammlerbasis widerspiegelt.