
KünstlerSwedish/Austrian/American
Cooper & Gorfer
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Cooper & Gorfer ist der gemeinsame Name von Sarah Cooper (geb. 1974, Pittsburgh, USA) und Nina Gorfer (geb. 1979, Wien, Österreich). Die beiden lernten sich um 2005 in Göteborg, Schweden, während ihres Masterstudiums an der HDK-Valand, der Hochschule für Kunst und Design, kennen. Cooper hatte einen Hintergrund in Fine Art Fotografie und Musikproduktion; Gorfer kam aus der Architektur. Ihre unterschiedlichen Disziplinen verschmolzen zu einer gemeinsamen Praxis, die sich einer einfachen Kategorisierung entzieht.
Das Duo arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Collage, Malerei und Textil. Ihr Prozess beginnt typischerweise mit einer ausgedehnten Recherche über eine Gemeinschaft oder kulturelle Gruppe, gefolgt von kollaborativen Fotosessions, die dann in der Postproduktion mit handgefertigten Materialien, bemalten Oberflächen und Archivbildern überlagert werden. Das Ergebnis ist weder reine Dokumentation noch reine Fiktion, sondern etwas dazwischen: reich konstruierte Bilder, bei denen Oberfläche und Symbol untrennbar miteinander verbunden sind.
Ihre Werkreihen kehren immer wieder zu Fragen der Identität, der Vertreibung und der Zugehörigkeit zurück, insbesondere wie sie von Frauen erlebt werden. Projekte konzentrierten sich auf so unterschiedliche Gemeinschaften wie indigene Gruppen in Grönland, Einwanderinnen in Skandinavien und nomadische Völker Zentralasiens. Die Serie "Between These Folded Walls, Utopia" untersuchte, wie Identität durch Migration erhalten und transformiert wird; sie wurde später zu einem Kurzfilm entwickelt, der 2021 eine lobende Erwähnung beim Tempo Documentary Film Festival erhielt.
Cooper & Gorfer haben im Fotografiska in Stockholm, New York und Tallinn, im Hasselblad Center, im New Orleans Museum of Art (NOMA), im National Museum of Photography in Kopenhagen, im MAK Frankfurt und auf internationalen Festivals in Europa, Asien und Amerika ausgestellt. Ihre Werke befinden sich in den ständigen Sammlungen der Nationalgalerie Islands, der Hasselblad Foundation, des NOMA und des Museum of Photography in Kopenhagen sowie in zahlreichen Unternehmens- und Privatsammlungen.
2018 erhielten sie den Deutschen Fotobuchpreis für ihre Monografie "I Know Not These My Hands". Sie sind Hasselblad Botschafter, eine Rolle, die sowohl die technische Präzision als auch den konzeptionellen Anspruch ihrer Praxis widerspiegelt.
Auf dem nordischen Auktionsmarkt sind die Werke von Cooper & Gorfer hauptsächlich bei Bukowskis vertreten, wo alle 13 auf Auctionist verzeichneten Objekte gehandelt wurden. Die Preise reichten von unter 400 SEK bis über 1.300 SEK für kleinere Drucke, wobei der höchste verzeichnete Verkauf "Niza and the Animals" (2017) für 1.357 SEK war. Der Markt für ihre Werke entwickelt sich im Auktionskanal noch. Die Nachfrage auf dem Primärmarkt und institutionelle Ankäufe stellen derzeit den Hauptweg für Sammler dar.