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Cecilia Sikström

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In Cecilia Sikströms Werk taucht immer wieder ein Auge auf – ein Blick, der posiert, stillhält und dem Betrachter mit vollem Bewusstsein des Gesehenwerdens begegnet. Sikström, 1962 in Lycksele geboren, studierte von 1982 bis 1983 an der Nyckelviksskolan in Lidingö, dann von 1983 bis 1985 an der Målarskolan Idun Lovén, bevor sie ihre Ausbildung am Königlichen Kunsthochschule in Stockholm abschloss, wo sie 1990 ihren Abschluss machte. Im selben Jahr, in dem sie ihren Abschluss erhielt, wurde ihr das Maria Bonnier Dahlin-Stipendium verliehen.

Ihr Thema ist die Ikonografie der Weiblichkeit – nicht als passives Bild, sondern als konstruierte Performance. Sie kehrt immer wieder zu Marie Antoinette, Venus, Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, Edith Södergran, Brigitte Bardot und Ingrid Bergman zurück, unter anderem. Dies sind keine Porträts im biografischen Sinne. Es sind Paraphrasen: Die Künstlerin nimmt ein bekanntes Bild und drängt darauf, findet heraus, was über Jahrzehnte hinweg an Identifikation, Projektion und Verlangen dort abgelagert wurde. Werke wie "Femme Moderne", "Vierge Moderne" und "Rovdjuret" nutzen die visuelle Sprache des Glamours gegen sich selbst und machen die einstudierten Posen zum Thema des Gemäldes und nicht zu dessen Dekoration.

Sikström arbeitet in Malerei, Lithografie, Siebdruck und Kombinationen, die beide Techniken mischen. Die grafische Arbeit ist von Anfang an zentral für ihre Praxis, wird in nummerierten Auflagen produziert und über Galerien in ganz Schweden verkauft. Ihre Farbpalette ist sensibel und überlegt – Farbe füllt nicht einfach die Form, sondern trägt gleichzeitig Stimmung und Ironie. Der Kritiker Ulf Linde schrieb über ihre Ausstellung im Thielska Galleriet in Stockholm im Jahr 2002, dass ihre Stärke sich entwickelt, wenn sie dem Material standhält und Farbe und Form in Spannung zueinander setzt.

Ihre Ausstellungsgeschichte erstreckt sich über drei Jahrzehnte und umfasst Einzelausstellungen in Hedenius in Stockholm, Hallsbergs Konsthall und Thielska Galleriet sowie die Teilnahme an Gruppenausstellungen in der Liljevalchs konsthall ("Home Sweet Home", 2013) und der Bonniers Konsthall ("Insamlade verk! 30 år med Maria Bonnier Dahlins stiftelse", 2016). Sie wurde 1997 auf der Stockholmer Kunstmesse zur Künstlerin des Jahres ernannt und erhielt 1999 den Västerbotten Kulturpreis. Galleri Agardh och Tornvall in Stockholm vertritt ihre Arbeiten.

Auf Auktionen machen Sikströms Drucke den Großteil ihrer 25 verzeichneten Lose aus und erscheinen am häufigsten bei Stockholms Auktionsverk Fine Art und Metropol. Ihr Siebdruck "Marie Antoinette" (Auflage 7/15) erzielte den höchsten bestätigten Verkaufspreis von 2.400 SEK, gefolgt von einem Ingrid Bergman-Farbsiebdruck für 1.700 SEK und einem "Flickor"-Druck für 1.600 SEK. Der Auktionsmarkt spiegelt ihre Identität als Grafikerin wider – Arbeiten auf Papier und in nummerierten Auflagen zirkulieren aktiver als Einzelgemälde.

Bewegungen

Figurative artPop art influencesFeminist iconography

Medien

LithographSerigraphCombination printOil paintingGouache

Bemerkenswerte Werke

Marie AntoinetteColor serigraph, edition 7/15
Femme ModerneColor lithograph, numbered edition
RovdjuretColor lithograph
Vierge ModernePrint
FlickorColor lithograph, edition 31/50

Auszeichnungen

Maria Bonnier Dahlin scholarship1985
Artist of the Year, Stockholm Art Fair1997
Västerbotten Cultural Prize1999

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