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Carolina Gynning
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Carolina Gynning wurde am 6. Oktober 1978 in Helsingborg, Schweden, in eine Familie geboren, in der Kunst einfach selbstverständlich war. Ihre Mutter, Agneta Gynning, ist Bildhauerin, und ihr Großonkel Lars Gynning war Textilkünstler, der bei Isaac Grünewald studiert hatte. Von Anfang an gefördert, wurde sie als Siebenjährige vor eine Leinwand gesetzt und arrangierte mit fünfzehn ihre erste Ausstellung.
Sie wuchs in Höganäs und Falsterbo auf und besuchte später ein Ästhetikprogramm in Lund, wo sie neben ihrer künstlerischen Praxis eine Grundlage in Kunstgeschichte erwarb. Mit sechzehn Jahren begann sie zu modeln, und im Jahr 2004 gewann sie die erste schwedische Staffel von Big Brother, ein Ereignis, das ihr nationale Bekanntheit verschaffte, bevor sie ihre Identität als professionelle Malerin vollständig entwickelt hatte. Der Wendepunkt kam um 2009, als sie ernsthaft begann, ihre Gemälde auszustellen und sich von der Medienpersönlichkeit zurückzog, die ihr vorausgegangen war.
Ihre Gemälde sind am unmittelbarsten erkennbar an ihren weiblichen Porträts mit großen Augen, ausgeführt in kräftigen, gestischen Pinselstrichen mit Farben, die weit über den Naturalismus hinausgehen. Die formale Abstammung ist eindeutig die amerikanische Pop Art – die vereinfachten Gesichtszüge, die flachen Flächen gesättigter Farben –, aber die Oberfläche wird durch eine darunter liegende expressionistische Energie belebt. Themen wie Identität, Emotion und ein leise feministischer Blick durchziehen das Werk konsequent. Sie hat die Gesichter, die sie malt, als Spiegel und nicht als Porträts beschrieben: Figuren, die zur Projektion einladen, anstatt spezifische Personen darzustellen.
Im Laufe der Zeit hat sich die Praxis zu einem breiteren Designangebot erweitert. Sie eröffnete zusammen mit ihrer Mutter Agneta das Studio Gynning, das Schmuck, Textilien, Porzellan und bedruckte Objekte produziert, die die visuelle Sprache der Gemälde in den häuslichen Raum erweitern. Insbesondere die Schmucklinie hat eine bedeutende Anhängerschaft gefunden, die sich durch die gleiche chromatische Kühnheit und abstrakte Formen auszeichnet wie ihre Leinwände.
Ihre Ausstellungsbilanz umfasst internationale Präsentationen im Tokyo Metropolitan Art Museum im Jahr 2017 und in der Basilica di San Lorenzo in Florenz im Jahr 2018. Die Werke haben seitdem Sammler in ganz Europa erreicht.
Auf nordischen Auktionen erscheint Gynnings Werk in einer Reihe von Formaten und Preisklassen, von Originalgemälden bis hin zu limitierten Kunstdrucken und Designobjekten. Auf Auctionist wurden ihre Artikel von Auktionshäusern wie Bukowskis, Göteborgs Auktionsverk und Skånes Auktionsverk angeboten. Ein signiertes Porträt vor blauem Grund erzielte bei Bukowskis 1.841 SEK, während ein signierter und nummerierter Offsetdruck aus einer Auflage von 75 Exemplaren bei Stockholms Auktionsverk für 850 SEK verkauft wurde. Die breite Mischung von Medien – Textilien, Porzellanteller, Glas und Drucke neben Gemälden – spiegelt eine Praxis wider, die sich stets frei zwischen bildender Kunst und angewandtem Design bewegt hat.