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Carl-Harry Stålhane

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Carl-Harry Ingemar Stålhane wurde am 15. Dezember 1920 in Mariestad, Schweden, geboren. 1939 trat er als Dekorationsmaler in die Porzellanfabrik Rörstrand ein und arbeitete zunächst unter Gunnar Nylund. In Anerkennung seines Potenzials unterstützte die Fabrik seine breitere künstlerische Ausbildung: Von 1943 bis 1946 studierte er Malerei und Skulptur an der Isaac Grünewald School of Art in Stockholm und von 1947 bis 1948 Bildhauerei an der Académie Colarossi in Paris. Diese prägenden Jahre verliehen seiner Keramikkunst eine ungewöhnlich skulpturale Sensibilität, und seine frühen Arbeiten für Rörstrand spiegeln die zurückhaltende Eleganz chinesischer Keramik der Song-Dynastie mit schlanken symmetrischen Formen und nuancierten monochromen Glasuren wider.

Bis 1953 hatte sich Stålhane zu einem der führenden Designer von Rörstrand entwickelt, und 1958 wurde er offiziell zum künstlerischen Leiter und Chefdesigner ernannt und trat damit die Nachfolge von Gunnar Nylund an. In dieser Funktion prägte er über ein Jahrzehnt lang das Erscheinungsbild der schwedischen Studiokeramik. Seine Geschirrserie Blanca, die um 1955 produziert wurde, erzielte kommerziellen und kritischen Erfolg und gewann mehrere internationale Preise. Er nahm auch mehrfach an der Mailänder Triennale teil und erhielt 1948 eine Goldmedaille und 1951 ein Ehrendiplom. Werke aus dieser Zeit zeichnen sich durch klare Silhouetten, subtile Oberflächentexturen und Glasuren aus, die von blassem Eierschalenweiß bis zu tiefem matten Braun und Schwarz reichen.

1960 wandte sich Stålhane bewusst einem raueren, ausdrucksstärkeren Vokabular zu. In diesem Jahr präsentierte er in der Galerie Blanche in Stockholm eine neue Werkgruppe, die dunkles Steinzeug aus lokalen schwedischen Tonen zeigte. Der Bruch mit den raffinierten Formen der 1950er Jahre erwies sich in den folgenden Jahrzehnten als prägend für die skandinavische Studiokeramik. Neben seiner Arbeit bei Rörstrand war er von 1963 bis 1971 Hauptlehrer für Keramik und Glas an der School of Arts and Crafts in Göteborg und prägte damit eine Generation schwedischer Keramikkünstler.

1973 verließ Stålhane Rörstrand, um Designhuset, seine eigene Keramikwerkstatt in Lidköping, zu gründen. In unabhängiger Arbeit vertiefte er seine Erforschung heimischer skandinavischer Tone und Mineralglasuren und schuf Stücke, die in ihrem Ausdruck oft kraftvoller und roher sind als seine Rörstrand-Arbeiten. Die Werkstatt wurde auch zu einer kollaborativen Umgebung; zusammen mit der Designerin Aune Laukkanen schuf er unter anderem die Torro-Serie.

Stålhanes Werke wurden in die Sammlungen des Nationalmuseums in Stockholm, des Museum of Modern Art in New York und des Victoria and Albert Museum in London aufgenommen. Er arbeitete bis zu seinem Tod am 11. April 1990 in Lidköping in Designhuset. Auf dem nordischen Auktionsmarkt erscheinen seine Steinzeugvasen, Schalen und Einzelstücke regelmäßig, wobei die Nachfrage sich besonders auf sein glasiertes Steinzeug von Rörstrand aus den 1950er Jahren und seine experimentelleren Arbeiten aus den 1960er und 1970er Jahren konzentriert. Mit über 440 auf Auctionist dokumentierten Losen bleibt Stålhane einer der am aktivsten gehandelten schwedischen Keramikdesigner auf dem Auktionsmarkt.

Bewegungen

Scandinavian ModernismStudio CeramicsSwedish Grace

Medien

StonewareCeramicsSculpturePainting

Bemerkenswerte Werke

Blanca Tableware Series1955Glazed ceramic
Galerie Blanche Exhibition Collection1960Stoneware
Match relief for Idrottens hus1960Stoneware relief
Kansas City Stoneware WallStoneware
Torro SeriesStoneware

Auszeichnungen

Gold Medal, Milan Triennale1948
Honorary Diploma, Milan Triennale1951

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