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KünstlerSwedish

Bruno Liljefors

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Bruno Andreas Liljefors wurde am 14. Mai 1860 in Uppsala geboren. Sein Vater war Handwerker, und die Familie hatte keine besondere Verbindung zur Kunst, aber bereits als Teenager streifte Liljefors mit einer Flinte und einem Skizzenbuch in derselben Tasche durch die Felder um Uppsala. Diese Kombination – die Geduld des Jägers, das Auge des Zeichners – prägte alles, was folgte.

1879 trat er in die Königliche Schwedische Kunstakademie in Stockholm ein, wo er Anders Zorn kennenlernte, eine Freundschaft, die ein Leben lang hielt. 1882, nach Abschluss seines Studiums, reiste er nach Düsseldorf, wo er unter dem Tiermaler Carl Friedrich Deiker arbeitete. Von dort zog er durch Bayern, Venedig, Florenz, Rom, Neapel und schließlich Paris. In Grez-sur-Loing, südlich von Paris, schloss er sich einer lockeren Kolonie skandinavischer Maler an, zu denen sowohl Zorn als auch Carl Larsson gehörten. Hier kam Liljefors mit der Praxis des Malens im Freien bei natürlichem Licht in Berührung, eine Methode, die er aufnahm und dann in eine Richtung lenkte, an die kein Impressionist gedacht hatte: in das Unterholz, in das Schilf, in das Blätterdach auf Augenhöhe mit einem Habicht.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden ließ er sich in der Landschaft nieder und begann, Gemälde zu schaffen, die sich von allem in der europäischen Wildtier-Tradition abhoben. Frühere Tiermaler – von Landseer in England bis Bonheur in Frankreich – präsentierten Tiere typischerweise vor generischen Hintergründen oder in theatralischen Kompositionen. Liljefors platzierte seine Motive in ihrer Umgebung. Ein Hase auf winterlichen Feldern ist auch ein Gemälde von Schneelicht und totem Gras. Ein Seeadler, der auf eine Eiderente herabstößt, ist auch eine Studie über die Farbe von kaltem Wasser in der Dämmerung. Die Begegnung von Raubtier und Beute – Fuchs und Hase, Habicht und Birkhuhn, Adler und Ente – wurde zu seinem Hauptthema, aber das Drama ist immer in eine bestimmte Jahreszeit, eine bestimmte Qualität nordischen Lichts eingebettet.

Er unterrichtete von 1888 bis 1889 an der Valand Akademie in Göteborg, mied aber ansonsten das institutionelle Leben. Stattdessen baute er Beobachtungshütten, kletterte auf Bäume, um nistende Vögel zu studieren, und nutzte seine beträchtlichen körperlichen Fähigkeiten als Turner und Jäger, um seinen Motiven nahe genug zu kommen, um sie nach dem Leben zu zeichnen. Seine Arbeitsweise war ungewöhnlich: Zeichnungen und Studien, die im Feld angefertigt wurden, dann große Atelierleinwände, die gleichzeitig aus Erinnerung und Beobachtung entstanden. „Habicht und Birkhuhn“ (1884), „Birkhuhnhahnbalz“ (1888), „Fuchs im Schnee“ und „Sträckande svanar“ (Ziehende Schwäne) gehören zu den Gemälden, die seinen internationalen Ruf begründeten.

Das Nationalmuseum in Stockholm beherbergt Hauptwerke, ebenso wie das Göteborg Museum of Art, die Thiel Galerie in Stockholm und die Universität Uppsala. 2024-2025 zeigte das Petit Palais in Paris eine Retrospektive von rund hundert Werken – die dritte in seiner Reihe über das schwedische Trio Larsson, Zorn und Liljefors – unter dem Titel „La Suede sauvage“ (Wildes Schweden), die seine Arbeit einem breiten französischen Publikum erstmals vorstellte.

Auktionsergebnisse spiegeln die anhaltende Nachfrage nach seinen Werken wider. In der Auctionist-Datenbank ist das höchste verzeichnete Ergebnis 280.000 SEK für „Vinterhare“ (Winterhase), gefolgt von 165.000 SEK für „Sträckande svanar“ (Ziehende Schwäne). Norwegische Auktionsergebnisse umfassen „Blackgame in Springtime“ und „Hare i vinterdrakt“ (Hase im Winterpelz, 1922), jeweils 110.000 NOK. Seine Gemälde erscheinen unter anderem bei Björnssons Auktionskammare, Crafoord Auktioner Stockholm, Stockholms Auktionsverk und Ekenbergs. International wurden Hauptwerke bei Bukowskis und Sotheby's London verkauft. Der breitere Markt platziert seine bedeutendsten Leinwände im Millionenbereich von SEK, mit kleineren Ölgemälden, Zeichnungen und Drucken, die zu niedrigeren Preispunkten erhältlich sind.

Bewegungen

Swedish NaturalismImpressionismWildlife painting

Medien

Oil on canvasWatercolorDrawingInk wash

Bemerkenswerte Werke

Hawk and Black Grouse1884Oil on canvas
Capercaillie Lek1888Oil on canvas
Vinterhare1928Oil on canvas
Sträckande svanarOil on canvas
Evening Wild Ducks (Panterfällen)1901Oil on canvas

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