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Bror Forslund
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Bror Hilding Forslund (1909-1982) war ein schwedischer Bildhauer, geboren am 13. Juli 1909 in Kävlinge, einer kleinen Stadt in Schonen im äußersten Süden Schwedens. In einer figurativen Tradition, die in der skandinavischen Bildhauerei der Jahrhundertmitte verwurzelt ist, schuf er ein Werk, das von intimen Porträtbüsten und kleinen Holzfiguren bis hin zu öffentlich in Auftrag gegebenen Bronzeskulpturen reicht, die in Kirchen und Schulhöfen in Südschweden aufgestellt wurden.
Forslunds formale Ausbildung führte ihn über den Öresund nach Kopenhagen, wo er bei Kurt Harald Isenstein studierte, einem deutsch-dänischen Bildhauer, der für seine ausdrucksstarke figurative Arbeit und später für sein Überleben der NS-Zeit und seine Tätigkeit im dänischen Kulturbestrebungen bekannt war. Der Einfluss dieser Ausbildung zeigt sich in Forslunds Vorliebe für die menschliche Figur als sein primäres skulpturales Thema: Seine Werke kehren immer wieder zum Körper zurück, der mit Wärme und Handwerk statt mit Abstraktion oder ideologischer Aufladung wiedergegeben wird.
Sein Schaffen lässt sich grob in drei Register einteilen. Die intimsten sind seine Porträtbüsten und Figurinen, darunter eine dokumentierte Figur seiner Tochter Marie-Louise, die die häusliche und persönliche Dimension seiner Praxis offenbart. Ein zweites Register sind die kleinformatigen Bronzen in Serie, die für eine breitere Verbreitung produziert wurden: 1978 entwarf er drei Bronze-Kompositionen für Scandia Present AB mit den Titeln „Dansa min docka“ (Tanz meine Puppe), „Ida“ und „Masen“ (Die Möwe). Diese wurden in nummerierten Auflagen produziert und sind seitdem regelmäßig auf schwedischen Auktionshäusern zu finden, was sie zu den Werken macht, durch die Forslund heute auf dem Kunstmarkt am häufigsten anzutreffen ist.
Das dritte Register ist seine öffentliche Skulptur. Eine weibliche Figur mit dem Titel „Ungdom“ (Jugend) aus dem Jahr 1952 ist einer seiner substanzielleren Beiträge. Seine öffentlichen dekorativen Aufträge umfassen Arbeiten für Kirchen in Högby, Hassleholm und Vä sowie Außenplastiken an der Vaggaskolan in Karlshamn, wo größere Versionen seiner Scandia Present Bronzen aufgestellt wurden. Er ist in der Sammlung des Karlshamns Museum vertreten und wurde von der Sammlung von König Gustav VI. Adolf erworben, einem Monarchen, dessen persönlicher Kennerblick und Unterstützung der zeitgenössischen schwedischen Kunst den Künstlern, deren Werke er auswählte, institutionelles Gewicht verlieh.
Forslund starb 1982. Seine Werke werden hauptsächlich auf Auktionen in Süd- und Mittelschweden gehandelt, wobei Ekenbergs den größten Anteil an seinen Marktpräsenzen ausmacht, gefolgt von Göteborgs Auktionsverk, Stadsauktion Sundsvall und Örebro Stadsauktioner. Die Serie „Dansa min docka“ bleibt sein meistgehandeltes Werk, wobei Exemplare sowohl in SEK als auch in EUR in verschiedenen Auktionskontexten verkauft werden.