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Breitling
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Die Breitling Navitimer verfügt über einen in die Lünette integrierten Rechenschieber. Für einen Piloten in den 1950er Jahren war dieser kreisförmige Rechenschieber keine Dekoration, sondern Arbeitsgerät, ein mechanischer Computer zur Berechnung des Treibstoffverbrauchs, der Steiggeschwindigkeit, von Fluggeschwindigkeitsumrechnungen und der Entfernung. Die Navitimer verschmolz Form und Funktion so vollständig, dass sie zur offiziellen Uhr der Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA) wurde, und ihre Cockpit-Instrumenten-Ästhetik hat die Identität von Breitling seitdem geprägt.
Breitling wurde 1884 von Léon Breitling, einem vierundzwanzigjährigen Uhrmacher in Saint-Imier im Schweizer Jura, gegründet. Von Anfang an konzentrierte sich Breitling auf Chronographen und Präzisionszeitmessinstrumente anstelle von konventionellen Uhren. Léon leistete Pionierarbeit bei der Nutzung des traditionellen Schweizer Établissage-Systems zur Herstellung immer ausgefeilterer Chronographen und etablierte damit eine Spezialisierung, die das Unternehmen über ein Jahrhundert lang auszeichnen sollte.
Als Léon 1914 starb, ging das Unternehmen an seinen Sohn Gaston und dann 1935 an seinen Enkel Willy über, der maßgeblich an der Prägung von Breitlings Luftfahrtidentität beteiligt sein sollte. Unter Willlys Führung entwickelte Breitling Cockpit-Chronographen für die Royal Air Force und andere Luftfahrtbehörden. Das Unternehmen führte den weltweit ersten Armbandchronographen mit einem vom Aufzugskopf getrennten Drücker ein, eine scheinbar kleine Innovation, die Zeitmessvorgänge für Piloten erheblich praktischer machte.
Die 1952 eingeführte Navitimer war der Höhepunkt dieses Luftfahrtfokus. Ihr integrierter kreisförmiger Rechenschieber, angetrieben von einem Venus 178 Werk, verwandelte den Pilotenchronographen von einer einfachen Stoppuhr in ein umfassendes Navigationsinstrument. Der Name selbst, eine Kombination aus "Navigation" und "Timer", erklärte seinen Zweck deutlich. Die Navitimer wird heute noch produziert, ihr wesentliches Design ist weitgehend unverändert, ein seltenes Beispiel für eine Uhr, die nie neu erfunden werden musste.
Zu Breitlings weiteren Säulen gehören die Taucheruhr SuperOcean und die Chronomat, ein vielseitiger Chronograph, der für das italienische Kunstflugteam Frecce Tricolori eingeführt wurde. Alle mechanischen und Quarzwerke von Breitling sind COSC-Chronometer-zertifiziert, was das grundlegende Engagement des Unternehmens für Präzision widerspiegelt.
Im Jahr 2017 erwarb CVC Capital Partners Breitling, und CEO Georges Kern hat seitdem die Positionierung der Marke modernisiert und dabei ihr Erbe respektiert. Auf dem nordischen Auktionsmarkt sind Breitling-Uhren bei Kaplans Auktioner in Stockholm stark vertreten, das den größten Anteil der 200 Lose auf Auctionist abwickelt. Die Navitimer Chronometre hat rund 31.000 SEK erzielt, SuperOcean Heritage-Modelle erreichen 35.500 SEK und die Crosswind Dual Time wurde für 40.000 SEK verkauft. Breitling nimmt eine angesehene Stellung in der nordischen Uhrensammlung ein, ernsthafte Instrumentenuhren mit echtem Luftfahrterbe zu erschwinglichen Luxuspreisen.