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Bosch

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Im Winter 1886 eröffnete ein junger Mechaniker namens Robert Bosch eine kleine Werkstatt in der Rotebühlstraße in Stuttgart. Über der Tür stand die Aufschrift Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik. Im Inneren löteten Bosch und zwei Mitarbeiter Telefonsysteme und verdrahteten elektrische Klingeln, wobei sie ihr Startkapital von 10.000 Mark so schnell aufbrauchten, dass sie Kredite aufnehmen mussten. Nichts an diesem bescheidenen Betrieb deutete auf den industriellen Koloss hin, zu dem er werden sollte. Aber Bosch hatte die Angewohnheit, jeden Pfennig in bessere Maschinen zu reinvestieren, und bis 1897 stieß er auf das Produkt, das das erste Jahrhundert seines Unternehmens prägen sollte: die Magnetzündung für Automobile.

Die Zündmagnet war im Wesentlichen ein kleiner Generator, der den Funken erzeugte, der zur Zündung eines Verbrennungsmotors benötigt wurde. Vor Boschs Verfeinerung war das Starten eines Autos eine unzuverlässige, manchmal gefährliche Angelegenheit. 1902 stellte sein Chefingenieur Gottlob Honold das Hochspannungs-Magnetzündsystem in Verbindung mit einer Zündkerze vor, eine Kombination, die so effektiv war, dass sie über Nacht zum Industriestandard wurde. Bestellungen strömten von Automobilherstellern aus ganz Europa herein. Boschs Belegschaft wuchs von 45 Mitarbeitern im Jahr 1901 auf über tausend im Jahr 1908. Internationale Niederlassungen wurden vor der Jahrhundertwende in London, Paris, Wien und Budapest eröffnet, was Bosch zu einem der ersten wirklich globalen Automobilzulieferer machte.

Die Ambitionen des Unternehmens reichten weit über die Zündung hinaus. Bosch entwickelte den "Trommelscheinwerfer", einen trommelförmigen Scheinwerfer, der frühen Autofahrern ihre erste zuverlässige Nachtsicht ermöglichte. Es folgten Elektrowerkzeuge, dann Haushaltsgeräte, dann industrielle Automatisierung. Durch zwei Weltkriege, eine Umwandlung in eine GmbH im Jahr 1937, nachdem Robert Bosch die alleinige Eigentümerschaft zurückerlangt hatte, und eine Nachkriegstransformation in ein Stiftungsunternehmen bewahrte das Unternehmen seine Ingenieursidentität. Heute beschäftigt die Robert Bosch GmbH weltweit über 400.000 Mitarbeiter und ist in den Bereichen Automobiltechnik, Industriegüter, Konsumgüter und Gebäudetechnik tätig. Das rote Bosch-Logo bleibt eines der bekanntesten Zeichen in der globalen Fertigung.

Für Sammler liegt der Reiz von Vintage Bosch in der haptischen Qualität deutscher Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts. Vorkriegsmagnete, aus Gusseisen gefertigt und auf enge Toleranzen bearbeitet, tragen das Gewicht und die Verarbeitung von Objekten, die dafür gebaut wurden, ihre Fahrzeuge zu überdauern. Bosch-Emaille-Werbeschilder aus den 1920er bis 1950er Jahren mit ihrer kräftigen Typografie und den glasartigen Oberflächen, die auf Stahl gebrannt wurden, sind zu begehrten Stücken industriellen Grafikdesigns geworden. Porzellanemailleschilder haben ihren Ursprung in Deutschland, und Bosch gehörte zu den Unternehmen, deren Werkstatt- und Händlerschilder heute bei Auktionen große Aufmerksamkeit erregen. Zündkerzenbleche, Händleruhren und markengeschützte Werkstattausrüstung runden ein Sammelgebiet ab, das an der Schnittstelle von Automobilgeschichte und Industriedesign liegt.

Auf Auctionist erscheint Bosch in 127 Auktionsergebnissen von Häusern wie Sajab Vintage, Södersens Auktionshus Uppsala und Blomqvist. Die Kategorien erzählen die Geschichte einer Marke mit tiefen Wurzeln: Fahrzeuge machen 47 Posten aus, was Magnete, Scheinwerfer und Autoteile widerspiegelt, während Sonstiges die Werbeschilder und Werkstatt-Ephemera abdeckt. Zu den Top-Ergebnissen gehören eine Kappe und eine Kreissäge (GCN350-254) für 4.505 SEK, ein Bosch-Blechschild aus den 1940er und 50er Jahren für 3.602 SEK, ein Trommelscheinwerfer T150 für 3.400 EUR und ein Magnetgenerator von 1927 für 3.273 SEK. Diese Preise spiegeln einen Markt wider, auf dem funktionales Ingenieurserbe und visuelle Attraktivität zusammenlaufen und Käufer sowohl aus der Veteranen-Autogemeinschaft als auch aus der Welt der dekorativen Künste anziehen.

Bewegungen

Industrial DesignAutomotive EngineeringGerman Precision Manufacturing

Medien

Cast ironSteelVitreous enamelElectrical components

Bemerkenswerte Werke

High-Voltage Magneto Ignition System1902automotive
T150 Trommelscheinwerferautomotive lighting
Bosch Enamel Advertising Signsvitreous enamel on steel
FU4/FU6 Magneto Seriesautomotive

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