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Börje Sandelin
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Börje Axel Thure Sandelin wurde am 30. August 1926 in Österplana, Skaraborg, geboren und wuchs in Hällekis auf, wo sein Vater als Ingenieur in einer Zementfabrik arbeitete. Seine Mutter, die Tochter des Künstlers und Landbesitzers Axel Sandberg, starb, als Sandelin etwa zehn Jahre alt war. Der Verlust hinterließ tiefe Spuren, und seine Schuljahre in Askersund waren schwierig – er verbrachte die meisten Stunden mit Zeichnen und verließ die Schule 1940 vorzeitig. Eine frühe Begegnung mit dem Autor und Künstler Folke Dahlberg lenkte ihn bewusst auf einen Weg hin zu einem Leben in der Kunst.
Sandelin studierte 1941 an der Abteilung für dekorative Malerei der Konstfackskolan, im Winter 1943-44 an der Malschule von Otte Sköld in Stockholm und anschließend von 1946 bis 1952 an der Königlichen Kunstakademie. Seine Praxis basierte auf grafischen Arbeiten – insbesondere Radierungen und Kaltnadelradierungen – neben Malerei und Zeichnung. In den 1950er Jahren entwickelte er eine figurative Sprache, bevölkert von traumhaften, melancholischen Figuren. Er illustrierte mehrere literarische Veröffentlichungen der Zeit, darunter Bo Setterlinds "Eviga böner" (1956), Harry Martinsons "Förlorade sonen" und Lennart Hellsings Gedichtsammlung "Sandstoder".
Anfang der 1960er Jahre verschob sich sein Werk hin zu einem symbolischeren Register. Die Werke von 1963, "Zeus" und "Teresias uppenbarelse", schöpften aus der visuellen Welt von William Blake und verwendeten, was Sandelin als Konstellationen beschrieb – Anordnungen geometrischer Symbole, darunter der Würfel, der Kreis und das Dreieck, kombiniert mit Figuren von Göttern, Engeln und mythologischen Wesen. Diese Werke positionierten ihn eher am Rande des visionären Strangs der schwedischen Nachkriegsgrafik als innerhalb einer einzelnen formalen Bewegung.
Neben der bildenden Kunst veröffentlichte Sandelin Gedichte und Prosa in Zeitschriften wie Konstvännen und veröffentlichte zwei Sammlungen: "Granarna" (1964) und "Det speglade ansiktet" (1965). Eine posthume Anthologie, "Främlingsfolket" (Wahlström & Widstrand, 1968), versammelte Reaktionen auf seine Bildsprache. Er starb am 15. Mai 1970 im Alter von 43 Jahren in Stockholm. Seine Werke gingen in die Sammlungen des Nationalmuseum und des Moderna Museet in Stockholm, der Nasjonalgalleriet in Oslo, des Ateneum in Helsinki, des Boston Museum of Fine Arts und des Malmö Museum über.
Auf Auctionist wurden 17 Werke von Sandelin verfolgt, davon 2 aktuell aktiv. Die Werke sind überwiegend Drucke und Radierungen, die über Metropol, Crafoord Auktioner Stockholm, Falun Auktionsbyrå und Örebro Stadsauktioner angeboten wurden. Die Preise reichten von 300 bis 2.200 SEK, wobei signierte und nummerierte Auflagen – einige aus Auflagen von 150 Exemplaren – den Kern der Marktaktivität bildeten.