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Bodum
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Peter Bodum gründete 1944 in Kopenhagen sein gleichnamiges Unternehmen, zunächst als Importeur von Haushaltswaren. Seine frühe Begegnung mit Vakuumkaffeemaschinen gab die Richtung für das Geschäft vor: Er sah darin eine Methode, die es wert war, verfeinert zu werden, und ein Designproblem, das für den Massenmarkt gelöst werden musste. Der von ihm formulierte Leitgedanke – gutes Design muss nicht teuer sein – wurde zur praktischen Logik jedes Produkts, das das Unternehmen entwickelte. Anfang der 1950er Jahre brachte Bodum mit der Mocca seine erste Vakuumkaffeemaschine auf den Markt, gefolgt 1958 von der Santos, einer Vakuumbrühmaschine, deren unverwechselbare Form dem Unternehmen in den folgenden zwei Jahrzehnten internationale Anerkennung einbrachte.
Das Unternehmen wechselte 1974 die Generation, als Peter Bodums Sohn Jørgen die Führung übernahm. Eine seiner ersten Entscheidungen war die Zusammenarbeit mit dem jungen dänischen Designer Carsten Jørgensen, der Bodums Designdirektor und die treibende kreative Kraft hinter der Expansion der Marke in den 1980er Jahren und darüber hinaus wurde. Ihr erstes gemeinsames Projekt, die 1974 auf den Markt gebrachte French Press Kaffeemaschine Bistro, führte Bodum eine neue Brühmethode und eine neue visuelle Sprache ein: klares zylindrisches Glas, ein minimaler Metallrahmen und ein nach unten drückender Kolben, der die Kaffeezubereitung zu etwas Transparentem und Unmittelbarem machte. Die Bistro wurde weithin für ihre Umweltfreundlichkeit anerkannt, zu einer Zeit, als dies noch kein übliches Verkaufsargument war.
1978 verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz in die Schweiz, wo es bis heute als Bodum Design Group AG tätig ist. Die folgenden Jahre brachten weitere Meilensteine bei der Produktentwicklung. 1983 erwarb Bodum die Rechte an der Cafetière Chambord, einem bestehenden French Press Design, das vielleicht zum bekanntesten Produkt im Portfolio wurde und in über 50 Ländern verkauft und in Museumssammlungen, darunter das Victoria and Albert in London, aufgenommen wurde. Jørgensens Designleistungen über diese Jahrzehnte hinweg umfassen Kaffeemaschinen, Teekannen, Glaswaren, Besteck, Küchentextilien und Fonduesets, wobei stets die gleiche formale Logik angewendet wurde: funktionale Klarheit, langlebige Materialien, zurückhaltende Ornamentik.
Das Unternehmen ist seit acht Jahrzehnten in Familienbesitz und wird derzeit von Jørgens Kindern mitgeleitet und setzt die Herstellung unter der gleichen Gründungsphilosophie fort. Die Bodum-Ästhetik wird oft als skandinavischer Funktionalismus charakterisiert, der auf alltägliche häusliche Rituale angewendet wird, wobei die Küche und nicht die Galerie als Kontext dient.
In der Datenbank Auctionist erscheint Bodum in 38 Losen, die überwiegend über schwedische regionale Auktionshäuser wie Auktionshuset Thelin und Johansson und Örebro Stadsauktioner verkauft wurden. Die Objekte spiegeln die Breite des Produktsortiments wider: French Press Sets, Teekannen, darunter die Edelstahl-Osiris von Carsten Jørgensen (verkauft für 2.313 SEK), Fonduesets, Glaswaren und Küchentextilien. Die Preisniveaus sind bescheiden und entsprechen funktionalen Designobjekten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und nicht sammelwürdigen Raritäten, und das Spitzenlos in der Datenbank erreichte 2.313 SEK. Die Auktionspräsenz ist fast ausschließlich schwedisch, was sowohl die Dichte der nordischen Abdeckung von Auctionist als auch die tiefe Marktdurchdringung von Bodum in ganz Skandinavien widerspiegelt.